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Der diesjährige MedAt ist vorbei, die Studienplätze sind vergeben und der Wohnungsmarkt ist mal wieder eine Katastrophe. Aber: Hauptsache Medizin!

Bis man an diesen Punkt kommt muss man jedoch einige Hürden meistern. Und die aller erste Hürde der man sich stellen muss, wenn man denn entschieden hat Medizin in Österreich zu studieren ist die Wahl der Stadt. Wien, Graz, Innsbruck und Linz. Der Standort an dem man den MedAT schreibt (und schafft) ist gleichzeitig auch der Ort an dem man studiert. Die Entscheidung sollte deshalb nicht auf Überlegungen, wie „wo komme ich als Deutscher/Österreicher am leichtesten rein“ basieren. Die Lebensqualität, Unterhaltungskosten und natürlich die Universität sollten hier die Ausschlaggebenden Faktoren sein.

Und um euch diese Entscheidung zu erleichtern, kommen jetzt 5 Gründe, wieso man in Wien studieren sollte.

1. Wien ist die lebenswerteste Stadt der Welt (schon wieder!)

Na Bumm (wie der echte Wiener sagt), das ist mal ein Titel, den man mit stolz tragen kann. Jahr um Jahr wird Wien entweder zur lebenswertesten Stadt der Welt gekürt oder ist unter den Top 3. Diese Platzierung kommt nicht von irgendwo. Die britische Zeitung The Economist bewertet jährlich politische, soziale, wirtschaftliche und umweltorientierte Aspekte in Metropolen weltweit. Wer schon einmal in Wien war, dem fallen als erstes die imposanten Gebäude, viele Grünflächen und die ganzen Kaffeehäuser ein. Im Gegensatz zu vielen deutschen Großstädten stehen sehr viele der Altbauten und historischen Gebäude noch und werden emsig gepflegt und restauriert. Das beste daran: man kann sich sogar als armer Student leisten in einem Altbau zu wohnen (über die Isolierung der Fenster im Winter reden wir wann anders…).

Wohnraum ist (noch) leistbar und es gibt genügend Objekte auf dem Wohnungsmarkt- Dinge, die München oder Berlin nicht von sich behaupten können.

Das Nachtleben brummt, die Stadt ist jung und vor allem sauber. Auch wenn die Wiener selbst grantig sind, die städtischen Institutionen sind es nicht. Seien es witzige Werbespots des ÖPNV (inkl. Wiener Linien Merchandise) oder lustige Sprüche auf jedem der 19.000 Abfalleimern in der Stadt- Wien ist gut drauf. Und man selbst ist es auch, wenn man hier wohnt.

2. Das AKH als größtes Krankenhaus Europas

Widmen wir uns nun vielleicht dem Grund, wieso man an erster Stelle herzieht: dem Studium.

Mit rund 8.000 Studierenden ist die Meduni Wien (MUW) heute die größte medizinische Ausbildungsstätte im deutschsprachigen Raum. Das Allgemeine Krankenhaus (AKH) ist Ausbildungsstätte und gleichzeitig Teil der Universitätscampus. Beste Stadt der Welt, größte MedUni- Superlative um Superlative. Hier noch eine: das AKH ist das größte Krankenhaus Europas. Als Medizinstudent hat man hier die Möglichkeit echt abgefahrene Sachen zu sehen und den Betrieb in so einem Giga-Krankenhaus mitzuerleben. Und das geht ganz leicht, denn: alle Ärzte sind angestellt von der MedUni. Heißt, der Weg in den OP oder ins Labor ist also nicht so schwer.

3. Das leiwande Curriculum

Bevor man in den OP geht, sollte man aber ein bisschen Ahnung von der Materie haben. Wie gut, dass das Curriculum dich wirklich gut vorbereitet. Die Wiener Ausbildung ist vor allem klnisch-praktisch ausgelegt. Bereits im 2. Jahr vom Studium taucht man voll in den klinischen Teil ein. Die Vorklinik dauert lediglich ein Jahr und verglichen mit anderen Unis sind die einzelnen Fachgebiete nicht strikt getrennt sondern in Themenblöcken vereint. Wer also an purer Biochemie eher weniger interessiert  ist und sich fragt, wieso man chemische Formeln auswendig lernt, ist an der MUW gut aufgehoben. Das gelernte findet nämlich sofort Anwendung auf die Physiologie, Pathologie, Pharmakologie etc.

4. Die klinische Ausrichtung und Praxis

Wie vorher schon erwähnt ist die MUW stark klinisch-praktisch fokussiert.  In einer eigenen Lehrveranstaltung z.B. lernt man ein Jahr lang wöchentlich ärztliche Grundfähig und -fertigkeiten, wie Wunden nähen, Blut abnehmen, Infusionen verabreichen aber auch Patientengespräche führen oder die physikalische Krankenuntersuchung. Keine andere Uni hat so eine „Skills-Line“ als verpflichtende Lehrveranstaltung. Spätestens am ersten Tag der Famulatur (Praktikum im Krankenhaus) merkt man, welchen Vorsprung man anderen Medizinstudenten gegenüber hat und wie wertvoll diese Skills sind.

5. Die Betreuung

Auch hier hat die MUW vielen anderen Fakultäten gegenüber die Nase weit vorne. Pro Semester werden Studierende in 10er Gruppen aufgeteilt, in welchen Praktika, Seminare etc. abgehalten werden. Im Sezierkurs ist das Verhältnis von Betreuer auf Studierende  sogar 1:6.

Man ist keine Zahl im System sondern deine Profs und Dozenten kennen dich, deine Schwächen aber auch Stärken. Und das beste hieran ist: jeder hat Platz. Kein Kampf um Praktika oder den Platz im Hörsaal. Und das einem noch nicht reicht, gibt es das Mentoring-Programm der Uni bei dem man sich einen Mentor (Ärzte, Dozenten, Professoren) aussuchen kann, der für alle Fragen und Probleme offen steht.

Viele Gründe (und noch tausend mehr) aber die Wiener Grantler fassen es „eh“ gut zusammen: Wien- woanders is no schlimma

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