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Medizin studieren an der SFU in Wien

Infos und Tipps: Medizin studieren an der privaten Sigmund-Freud-Universität in Wien

Mit dem MedAT hat es nicht geklappt und Du möchtest trotzdem in Wien Medizin studieren? Dann wirf einen Blick auf das Angebot der privaten Sigmund-Freud-Universität in Wien! Seit 2015 kann man an der SFU in Wien Medizin studieren. Das Modulsystem unterscheidet sich maßgeblich von der MedUni Wien und wird in Bachelor und Master unterteilt. Insgesamt wird das Studium in aufeinander abgestimmte Modulblöcke unterteilt, die im Bachelor die Grundlagen vermitteln sollen. Der Master vertieft dann die entsprechenden Inhalte und sorgt für den Feinschliff. Das System ist im Vergleich zur MUW noch relativ jung und dynamisch, erst nächstes Jahr wird die SFU die ersten fertigen Ärzte hervorbringen.

Die SFU Wien und das modern erbaute Studentenwohnheim. © Kurt Hoerbst 2018

Architektonisch ein echter Hingucker. © Kurt Hoerbst 2018

Fakten

  • Grundstudium: Bachelor Humanmedizin mit Vertiefungsrichtungen Human- und Zahnmedizin
  • Abschluss: Bachelor of Science in Medical Sciences
  • Dauer: 6 Semester
  • Start Studienjahr 2021/22: 06.09.2021
  • Unterrichtssprache: Deutsch, allerdings müssen Seminare teilweise  in englischer Sprache absolviert werden ( das betrifft insbesondere die Fächer, in denen die englische Sprache international als Arbeitssprache angesehen wird, sowie die wissenschaftliche Ausbildung)
  • Kosten: 12.500,00€ pro Semester (Zahnmedizin: 14.000,00€ pro Semester)

Aufnahmeverfahren

Wie sieht nun das Aufnahmeverfahren der SFU aus? Natürlich findet auch hier ein Auswahlverfahren statt und Du musst einen mehrteiligen Aufnahmeprozess durchlaufen:

Zuerst musst Du dich ab November online bewerben, wobei hier tatsächlich auch ausschlaggebend ist, ob Du dich sehr früh oder recht spät bewirbst. Auch die Kosten sind nicht ohne: 650,00€. Erst nachdem Du diesen Betrag überwiesen hast, kannst Du am Aufnahmetest teilnehmen. Der Ablauf ist anders als der des Aufnahmetests MedAT, denn Du wirst vor Computern sitzen. Die SFU prüft im Gegensatz zum MedAT kein Wissen in Bio, Chemie, Mathe oder Physik ab, sondern fokussiert auf die Überprüfung kognitiver Fähigkeiten. Diese Tests sind den Aufgabenstellungen im MedAT (Zahlenreihen vervollständigen, Figuren erkennen, Buchstabensalat entwirren, etc.) jedoch recht ähnlich. Du kannst hierfür gerne einen Blick in unsere KFF-Übungsbücher werfen. Interessant ist, dass Testteilnehmer berichten, dass der Test schwierigere Aufgaben ausspuckt, wenn man die vorherige Aufgabe richtig gelöst hat. Genau gegenteilig hierzu wurden die Aufgaben leichter, je mehr Fehler man gemacht hat.

Details zum Testablauf

Der Computertest selbst dauert ca. drei Stunden, anschließend wirst Du zum Einzelgespräch gebeten. Insgesamt werden bei dem Gespräch von meist zwei Psychologen Deine Motivation, Deine Intuition und Dein Charakter genauestens analysiert. Du musst bereit sein für harsche Fragen und detaillierte Fragen zu Deiner Person, denn die SFU schaut sich genau an, wer bei Ihnen studieren will. Weiterhin gehörte vor zwei Jahren noch eine überwachte Gruppenarbeit zum Aufnahmeprocedere. Ein Prüfer beobachtet eine Gruppe von Bewerbern dabei, wie sie ein Thema ausarbeiten, das anschließend präsentiert werden soll. Wichtig sind hier soziale Kompetenz, Führungscharakter, Organisationstalent und Management. Eine Gruppenarbeit verrät viele Details über die jeweiligen Individuen. Aktuell besteht der Aufnahmetest laut SFU jedoch lediglich aus einem kognitiven Test und aus einem Einzelgespräch. Deine Testergebnisse und somit Zu- oder Absage zum Medizinstudium werden ab Ende Juni bekannt gegeben.

Vorteile der SFU

Was sind nun die Vorteile des Medizinstudiums an der SFU? Studierende der SFU berichten, dass sie vor allem die Nähe zu Professoren schätzen. Die kleinen Gruppen bieten den Studierenden die Möglichkeit Lehrende stets direkt ansprechen zu können. Wer keine Nummer innerhalb einer Uni sein will, der ist hier sicherlich gut aufgehoben. Außerdem ist die SFU bestens ausgerüstet, neues Material sowie großzügige Räumlichkeiten bieten viel Freiraum für Studium und Entfaltung. Im Gegensatz zum MedAT stehen deine Chancen hier besser aufgenommen zu werden. Beim MedAT musst Du ca. zu den besten 10% der Testteilnehmer gehören und die Konkurrenz ist groß! Vor zwei Jahren wurde noch jeder 5. An der SFU angenommen, doch die Konkurrenz wird größer. Aktuell scheint wohl nur noch jeder 8. oder 9. Bewerber eine Zusage zu erhalten, genaue Zahlen hierzu gibt es leider nicht.

Nachteile der SFU

Was sind die Nachteile der SFU? Natürlich sind hier vorweg die Kosten zu nennen, denn 12.500€ pro Semester sind im Vergleich zur MUW (weniger als 25€) doch ein erheblicher Betrag. Zahnmediziner zahlen sogar 14.000,00€ pro Semester. Wie bereits erwähnt gibt es diese Möglichkeit Medizin zu studieren erst seit 5 Jahren, somit hat die SFU noch keine fertigen Ärzte in die Arbeitswelt entlassen können. Wir wissen somit nicht, wie der SFU Abschluss auf dem Arbeitsmarkt ankommt. Es bleibt spannend!

Testvorbereitung

Du findest die SFU interessant? Dann stellt sich nun die Frage, wie Du dich am besten vorbereitest: laut Studierenden der SFU wird die Abinote immer wichtiger beim Vergabeverfahren. Solltest Du dich also im Endspurt Deiner schulischen Laufbahn befinden, dann heißt es jetzt Gas geben. Auch ist es von Vorteil die eigene Bewerbung möglichst früh einzureichen, da dies an der SFU gern gesehen wird. Hinsichtlich der kognitiven Tests können wir Dir unser MedAT KFF Übungsbuch empfehlen! Du solltest Dich am Niveau vom MedAT oder dem TMS orientieren, dann kann nichts schief gehen! Die SFU greift auf Standardtests im Bereich kognitive Fähigkeiten und Fertigkeiten zurück, insofern bieten Dir unsere Übungsbücher einen idealen Überblick zu diesen Tests.

Egal, wie Du Dich entscheidest, wir wünschen Dir beim Training für die Aufnahmetests viel Erfolg und viel Spaß! Falls Du noch mehr über den MedAT in Österreich oder den TMS in Deutschland erfahren willst, dann schau gerne mal auf unserer Community-Seite vorbei!

Helle und freundliche Innenräume der SFU Wien. © Kurt Hoerbst

Quellen:

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