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In Österreich gibt es vier staatliche Hochschulen an denen man Humanmedizin oder Zahnmedizin studieren kann. Einziges Aufnahmekriterium ist der MedAT – Medizinaufnahmetest Österreich.

  • MedUni Innsbruck
  • MedUni Wien
  • MedUni Graz
  • MedUni Linz

Jede Universität erstellt nach dem MedAT ihre eigene Statistik nach der die Studienplätze dann vergeben werden. Im ungünstigsten Fall kann es passieren, dass man als EU-Bürger zwar in Graz mit seinem MedAT Testergebnis einen Studienplatz angeboten bekommen hätte, in Innsbruck aber nicht. Das passiert, wenn es bspw. in Innsbruck viel mehr Bewerber in der eigenen Quote gab, als in Graz.

Also in welcher Stadt sollte man sich bewerben?

Zuerst einmal in der Stadt, in der man sich vorstellen kann mindestens 6 Jahre seines Lebens zu verbringen. Diesen Satz bitte zweimal lesen, da er so wichtig ist!

Falls man eine Aversion gegen stinkende U-Bahnen, unhöfliche Menschen und einen überteuerten Wohnungsmarkt hat, stellt sich die Stadt Wien nicht als beste Wahl heraus. Natürlich gibt es auch genügend Gründe, die für Wien sprechen. Lies mehr dazu unter „5 Gründe, warum man in Wien studieren sollte

Anmeldestatistik MedAT

Einen Blick auf die Teststatistiken und Studienplatz-Chancen sollte man aber trotzdem werfen.

Insgesamt haben sich 2018 für alle Teststandorte 15.880 Bewerber für den MedAT angemeldet bei gerade mal 1.680 Studienplätzen. Das sind fast 10 Bewerber pro Studienplatz.

Aber bereits das Erscheinen zum Testtag stellt für die Ersten eine große Hürde da. So erscheinen jedes Jahr tausende Bewerber gar nicht erst zum Test. Letztes Jahr waren es ganze 3.328 Personen. Und schon sind es „nur“ noch 7,5 Bewerber pro Studienplatz.

Auch spielen Nachfrage und Angebot eine Rolle. Die meisten Teilnehmer beim MedAT schreiben in Wien den Test. Die MedUni Wien hat aber auch die meisten Studienplätze im Angebot. Während in Linz zum Beispiel letztes Jahr „lediglich“ 1269 Teilnehmer um 180 Plätze konkurriert haben. Man sollte also immer das Verhältnis von Bewerberzahlen und Studienplätzen bedenken.

Tab. 1: TeilnehmerInnen MedAT Human- und Zahnmedizin 2018

HumanmedizinATEUNon-EUZahnmedizin
Graz2287156383444154
Innsbruck27041137167585193
Wien550338831878184442
Linz126980344231
Gesamt11763789

Tab. 2: Chancen auf einen Studienplatz Humanmedizin nach Quote 2018

ATEUNon-EU
Graz16,10%8,00%38,60%
Innsbruck23,70%4,30%21,20%
Wien12,70%7,00%17,90%
Linz16,80%8,10%39,10%

Tab. 3: Bewerber pro Studienplatz

ATEUNon-EU
Graz6,212,52,6
Innsbruck4,223,34,7
Wien7,914,35,6
Linz612,32,5

„Bewirb dich als Deutscher auf keinen Fall in Innsbruck- da gehen alle hin!“

Zu guter Letzt ist die Quote, der man angehört zu berücksichtigen. „Bewirb dich als Deutscher auf keinen Fall in Innsbruck- da gehen alle hin“. Diesen Satz hat schon jeder MedAT-Interessent einmal gehört. Aber stimmt das wirklich?

Wenn man auf die Zahlen der letzten Jahre blickt, dann könnte man wirklich darauf schließen, dass man es in der EU-Quote in Innsbruck am schwierigsten hat. Jedoch gab es Jahre, in denen man in Wien eine höhere Punktzahl für einen Studienplatz gebraucht hat als in Innsbruck. In unserem Leitfaden haben wir die benötigten Mindestpunktzahlen in den jeweiligen Quoten der letzten Jahre aufgelistet.

Die hohen EU-Bewerberzahlen in Innsbruck kann man zum Beispiel mit der geografischen Nähe zu Deutschland begründen. Viele Testanwärter wollen den MedAT erstmal kennenlernen und schreiben den Aufnahmetest beim ersten Mal ohne entsprechende Vorbereitung mit. Es bietet sich als Deutscher an, hierfür nicht in das weit entfernte Graz zu fahren, sondern in das einen Katzensprung von Deutschland entfernte Innsbruck.

Hab keine Angst vor dem Medizinertest!

Selbstverständlich kann man die Bewerberzahlen als grobe Orientierung bei der Entscheidungsfällung nutzen, der ausschlaggebende Faktor sollte es aber nicht sein! Das Medizinstudium in Deiner Lieblingsstadt an Deiner Wunsch-Uni sollte die Motivation für den MedAT sein! Und mit einer soliden Testvorbereitung kann man getrost die Punkteunterschiede in den jeweiligen Städten ignorieren. Also nur Mut! Und by the way: Wir bieten Dir zufällig ein extrem umfangreiches Angebot für Deine Vorbereitung auf den Medizinaufnahmetest Österreich an :-)! 

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2 Kommentare

Jan 3. April 2019 um 10:35

Seid ihr euch sicher, dass die Teilnehmerzahlen in Wien von 2018 stimmen? Habe keine anderen Informationen im Internet gefunden. Dank im voraus!

Antworten
Moritz

Moritz 3. April 2019 um 16:41

Hallo Jan,
laut unserer Recherche sollten die angegebenen Zahlen korrekt sein.
Viele Grüße
Moritz

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