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Egal auf welche Prüfung Du Dich vorbereitest, diese Regeln solltest du beherzigen.

1. Richtig vorbereitet in den Test

Die Vorbereitung auf die Aufnahmeprüfung erfordert mehr, als nur zielstrebiges Lernen und den Einsatz von entsprechend viel Zeit. Vor allem Dein Umfeld sollte für die Testvorbereitung entsprechend gestaltet sein. Zum Lernumfeld zählt z.B. die Wahl eines passenden Ortes genauso wie die passende Tageszeit und ein ausgewogenes Maß an Anspannung und Erholung.
Wesentlicher Erfolgsfaktor für eine gute Testvorbereitung ist das Schaffen der individuell günstigsten Rahmenbedingungen, welche für Dich selbst herauszufinden einen sehr wichtigen Teil der Vorbereitung bilden sollte. Das dabei erworbene Wissen darüber, wie Du am effektivsten lernst bzw. Probleme bewältigst wird Dir in allen späteren Schritten Deines Studiums, Deines Berufslebens und natürlich auch Deines Alltags von großem Nutzen sein!

2. Lernen allein oder in der Gruppe

Wer sich auf den Medizinertest vorbereitet muss vor allem üben! Erfolgreiches Üben hängt von unterschiedlichen Rahmenbedingungen ab. Dazu gehört auch mit wem oder ob Du alleine lernst. Während manche besser allein lernen, kommen andere erst zum Erfolg, wenn sie in der Gruppe arbeiten. Hierbei hast Du wahrscheinlich bereits zu Deiner Schulzeit die entsprechenden Erfahrungen gemacht, welche jetzt auch in der Testvorbereitung wieder angewandt werden können. Das Lernen allein bietet oftmals mehr Ruhe und Konzentration,  wohingegen das Lernen in der Gruppe hilfreiche Anregungen durch die anderen und ein entsprechendes Plus an Input verspricht. Oft ist eine gute Mischung aus beiden Konstellationen das Erfolgsrezept, indem du dir z.B. neue Inhalte zuerst alleine erarbeitest (weil es dabei durch Halbwissen oder Scham zu Problemen innerhalb einer Lerngruppe führen könnte) und diese dann in einer Gruppenarbeit weiter verfestigst bzw. ausbaust.

3. Testvorbereitung zu Hause oder in der Bibliothek

Auch der Ort der Vorbereitung spielt eine nicht unwichtige Rolle. Im heimischen Umfeld lässt sich oft ungestört und unabhängig von Raum und Zeit arbeiten. Manche lassen sich zuhause aber auch zu leicht ablenken und putzen deshalb während einer Klopause ersteinmal für 2 Stunden die Fugen im Badezimmer, weil das ja eh schon immer mal gemacht werden musste… Außerdem stehen zuhause nicht immer alle verfügbaren Materialien zur Verfügung, so dass teilweise Abstriche hingenommen werden müssen. In öffentlichen- oder Fachbibliotheken hingegen steht ein breiter Fundus an Fachliteratur und anderen Medien bereit. Allerdings ist man im Lesesaal der Bibliothek selten allein, so dass gelegentlich auch Störungen auftreten können. Außerdem bestehen hier Öffnungszeiten, die den individuellen Lernrhythmus beeinträchtigen. Das Vorbereiten auf einen Medizinertest im speziellen kann außerdem in einer stillen, vollen Bibliothek die Leute um dich herum stören, wenn Du mit vollem Körpereinsatz „Ps“ oder „Qs“ kreuzt oder Dir ausladend gestikulierend den Schlauchfigurenwürfel zu visualisieren…

4. Freizeit nicht vergessen

Auch oder sogar grade während einer intensiven Testvorbereitung ist eine angemessene Freizeitgestaltung wichtig. Diese Freizeit dient der Entspannung, Erholung und Zerstreuung und schafft neue Energien für  weiteres Lernen bzw. Üben. Günstig ist es, nach jedem wichtigen Lernschritt (Lernplan!) eine kleine Erholungsphase einzubauen. Durch die Verschiebung Deines Fokus lässt sich die Konzentration steigern und Dein Gehirn denkt sich danach wieder „oh, Diagramme – wie aufregend!“.
Wenn bestimmte Freizeitaktivitäten wie beispielsweise ein Kinobesuch oder Sport mit Freunden auch einen gewissen Belohnungseffekt erzielen, macht das Lernen davor und danach auch mehr Spaß.

Achte allerdings darauf nicht direkt vom Lernen auf eine Freizeitaktivität umzuschwenken bzw. schon gar nicht beides am gleichen Ort zu tun. Musik, Filme, Sport und sich mit Freunden treffen ist super, allerdings ist es kontraproduktiv den Stift aus der Hand zu legen und z.B. sofort zur Lieblingsserie überzuwechseln… Dein Gehirn bewertet die Serie dann als emotionaler, sprich wesentlich interessanter und merkt sich viel lieber die Namen der neuen Charaktere als die vorher eingeübten Strategien!

Anders verhält es sich bei Aktivitäten, die die gegenseitige Gehirnhälfte fordern. Wird beim Lernen vor allem deine linke Hirnhälfte beschäftigt, kann man für kleine Pausen perfekt Rechts-Hirn-Lastige Aktivitäten benutzen, wie z.B. Jonglieren, Yoga, Zeichnen etc.. Dein Gehirn liebt es abwechslungsreich gefordert zu sein und kann, vereinfacht gesagt, während du in verrenkten Yoga-Posen ausharrst von dir unbemerkt währenddessen in der linken Gehirnhälfte die notwendigen Verbindungen knüpfen, wie denn nun eine direkte Proportionalität als Funktion aussieht…

5. Richtig ernähren, ausreichend schlafen

Nicht wenige vergessen vor lauter Testvorbereitung eine gesunde, ausgewogene Ernährung und ausreichenden Schlaf. Dabei solltest Du, in der Phase der Testvorbereitung besonders darauf achten, Dich bewusst zu ernähren! Eine ausgewogene und frische Kost trägt dazu bei, Deinen Organismus belastbar zu halten und das Lernen zu unterstützen. Da darf es zwischendurch auch mal ein Apfel oder eine Walnuss (die sehen nicht umsonst wie kleine Gehirne aus!) mehr sein. Das überzeugt Dich nicht?! – Probiers mal aus und iss an einem Tag eine große Portion Reis mit Gemüse und Nüssen und am nächsten Tag eine etwa gleich sättigende Portion Käsespätzle. Danach absolviere jeweils einen für Dich ähnlich schweren Untertest und lass Dich vom Ergebnis umhauen!

Dasselbe gilt für ausreichenden Schlaf. Wer übermüdet und ständig unausgeruht arbeitet, wird in der Testvorbereitung wegen mangelnder Konzentrationsfähigkeit oftmals weniger Erfolg haben. Es gibt relativ akutelle, interessante Studien, die belegen, dass sich der Transfer vom Arbeits- in das Langzeitgedächtnis (= Lernen) rapide verschlechtert wenn Du nicht maximal 12 Stunden nach der Lernphase schlafen gehst! Dies spricht nicht gegen die Tatsache, dass es Mensch gibt die am effektivsten um 4 Uhr Nachts lernen, solange sie allerdings auch ungewöhnlich früh (mitten am Tag) schlafen gehen…

Schaffe Dir also auch einen gesunden Ausgleich und einen ausgewogenen, zu Dir passenden Rhythmus.

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