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5 Gründe, wieso man in Innsbruck studieren sollte

Ich bin 2009 aus Berlin nach Innsbruck gezogen. Hauptgrund war, meine Freundin zu begleiten, die in Innsbruck Psychologie studieren wollte, ein sog. NC-Flüchtling. Keiner von uns war bis dahin schon mal in Innsbruck gewesen. Ich wusste nur, dass es in der Nähe der Orte war, die ich aus den Skiurlauben mit meinen Eltern kannte. Als begeisterter Snowboarder hatte ich demnach keinerlei Zweifel, dass dies eine gute Übergangslösung bis zu meinem angestrebten Medizinstudium sein würde. Bis ich mich dann für den Medizinaufnahmetest in Österreich angemeldet hatte, hatte ich ca. 100 Skitage im ersten „Wintersemester“!

Ich kann mich noch genau daran erinnern, dass wir beide der festen Überzeugung waren, nach spätestens zwei Semestern wieder zurück in die heimatliche Großstadt zu ziehen. Mittlerweile sind wir seit fast zehn Jahren in dieser großartigen Stadt Innsbruck zuhause!!!

Grund 1: Berge, Berge, Berge

Als gebürtiger Norddeutscher, hatte ich keinerlei Ahnung, vom Leben am Fuß von hohen Bergen. Keine Vorstellung davon wie es ist, zu fast jeder Zeit, von so gut wie allen Straßen, Plätzen und Gebäuden einen Blick auf die gewaltigen Berge zu haben. Kurz: es ist herrlich!

Mittlerweile kenne ich die Berge und Gipfel im Umkreis mit Namen und hab sie bereits unzählige Male bestiegen. Meine früheren Hobbys wurden über die Zeit nach und nach durch Wandern/Bergsteigen, Mountainbiken, Klettern, Berg-Trailrunning und Snowboarden/Splitboarden ersetzt. Ich kann es mir nicht mehr vorstellen nicht in den Bergen zu wohnen. Ich genieße es total, wenn ich nach der Arbeit oder dem Lernen einen Berglauf zu machen. In Berlin wäre ich stattdessen wahrscheinlich in irgendein muffiges Fitness-Studio gegangen. Innerhalb von zehn Minuten bin ich raus aus der Stadt und im ansteigenden Wald. Im Alltag auf Wegen unterwegs zu sein, für die die meisten anderen einmal im Jahr in den Urlaub fahren – was für ein Traum!

Grund 2: Berge, Berge…

Haha, nein Quatsch. Das ich zu so einem Naturfreund geworden bin, kam unerwartet. Denn gerade für Großstädter erscheint es anfangs oft erschreckend in eine Stadt mit nur 130.000 Einwohnern zu ziehen. Aber das hat viele Vorteile! Innsbruck ist im Verhältnis zu seiner Einwohnerzahl flächenmäßig relativ langgezogen. Der interessante Bereich der Stadt, in dem das meiste passiert und in dem auch die meisten Studenten wohnen, ist jedoch sehr überschaubar und zentral. Mit dem Fahrrad als Hauptverkehrsmittel innerhalb von wenigen Minuten „überall“ zu sein, ist für mich das beste Argument für eine Kleinstadt. Nach Innsbruck zu ziehen heißt also auch ciao (oder pfiati) zu Staus, dem Warten auf Busse oder Bahnen und ewig langen Nachhausewegen nach dem Feiern zu sagen!

Medizin studieren in Innsbruck – die Wirklichkeit © Fabian Bitterlich

Meine erste Wohnung – Medizin studieren in Innsbruck © Fabian Bitterlich

Grund 3: Studentenstadt

Innsbrucks Einwohnerzahl besteht zu ca. einem Viertel aus Studenten und das merkt man auch an allen Ecken und Enden. Ich denke jeder findet hier das was sie oder er zum feiern, tanzen und sich anderweitig auszuleben braucht. An jedem Wochentag findet man eine gut besuchte Bar, Kneipen und Discos, sowie viele tolle Openairs, Konzerte, Sportevents usw.

Ja, es ist etwas Anderes als zum Beispiel Berlin, in dem man es niemals schaffen wird annähernd alle Lokalitäten zu kennen, geschweige denn zu besuchen. Dafür gibt es hier z.B. eine schicke Iglu-Party auf 2000 Metern Höhe an der Mittelstation einer Gondel über dem Lichtermeer der Stadt, einen illegalen Goa-Rave in einer der kleinen Schluchten in der Nähe oder den alljährlichen Ugly-Skiing-Day, der mittlerweile auch weit über die Grenzen Innsbrucks berühmt-berüchtigt ist. Dass es kurzzeitig ein fantastisch funktionierendes „Unternehmen“ gab, dass im Sommer Bier und andere Getränke an den Liegewiesen rechts und links vom Inn verkauft hat, spricht denke ich genauso für die Studenten der Stadt, wie die Tatsache, dass es relativ flott wieder verboten wurde, weil das Geschäftsmodell „zu gut“ funktioniert hat!

Blick auf die Nordkette aka den „Hörsaal“

Wahrzeichen Goldenes Dachl in der Innsbrucker Altstadt

Grund 4: Mentalität

Man kann sich darüber streiten, ob die Tiroler von Natur aus einfach sehr freundlich oder nur aufgeschlossener sind als die Menschen in den meisten deutschen Gegenden. Fakt ist, gerade je weiter man vorher nördlich gewohnt hat, man merkt hier deutlich die Nähe zu Italien! Es wird gegrüßt, gequatscht, lautstark diskutiert. Man lebt vielmehr miteinander als nebeneinander. Die offenherzige Mentalität mag auch mit den mehr als 300 Sonnenstunden mehr zusammenhängen, wenn man das Klima zu München oder Berlin vergleicht. Gleichzeitig ist es trotzdem eine Stadt, in der man auch seine Ruhe und Anonymität hat, wenn man sie braucht. Ich zumindest mag das auch zwischenmenschlich eher mediterrane Klima hier sehr!

Grund 5: Das Medizinstudium

Das Studium ist modern und gut organisiert. Alles findet zentral an einem Campus statt. Es kommt sogar vor, dass die Angestellten des Studentensekretariats freundlich sind! Und wer Erasmus machen möchte, hat hier alle Optionen! Zum pauken gibt es z.B. die SoWi oder die Hauptbibliothek, in der man es sich bis 12 Uhr nachts dreckig geben kann. Also, nicht lange fackeln und MedAT in Innsbruck schreiben!

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