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Wann sollte ich mit der Vorbereitung auf den TMS anfangen?

Wie viel Zeit sollte man für die Vorbereitung auf den TMS einplanen? Kann man sich auch zu viel vorbereiten? Moritz erklärt Dir, welche Vorbereitungszeit optimal ist.

Ab wann Du Dich auf den TMS vorbereiten solltest, ist die große Gretchenfrage, die sich wohl jede*r, irgendwann stellt. Leider gibt es auf diese Frage keine universelle Antwort. Mit diesem Artikel möchte ich einige relevante Aspekte ansprechen, die in Deinem TMS Vorbereitungsplan unbedingt Beachtung finden sollten. Damit möchte ich Dir helfen, den richtigen Zeitpunkt für Deine individuelle Vorbereitung zu finden.

TMS Vorbereitungsplan 2021

Der TMS testet weniger Talent, sondern mehr, wie gut Du Dich vorbereitet hast und wie sinnvoll Du Deine Übungszeit genutzt hast!

Was wird im TMS verlangt?

Zuallererst solltest Du einen Blick auf den TMS selber werfen. Beim TMS handelt es sich um einen kognitiven Test. Anders als Du es von Prüfungen in der Schule gewohnt bist, werden also primär Fähigkeiten bzw. Skills geprüft anstatt vorher auswendiggelerntes Wissen. Bei einem reinen Faktentest profitierst Du, wenn Du möglichst lange und viel lernst, damit sich das Wissen im Langzeitgedächtnis festigen kann. Bei einem kognitiven Test, wie dem TMS, weicht das zu einem gewissen Grad davon ab. Schau Dir unsere Untertest-Sammlung genau an, um zu wissen, wie viel Zeit diese in Deinem TMS Vorbereitungsplan beanspruchen!

Wie sollte Dein TMS Vorbereitungsplan aussehen?

Der TMS prüft Fähigkeiten ab, kein Vorwissen. Alle nötigen Informationen, um eine Aufgabe zu lösen, werden gestellt. Es geht also einzig darum, mit sich vorher angeeigneten Skills einen optimalen und besonders effizienten Lösungsweg zu finden.

Wir beobachten immer wieder, dass sich Teilnehmer*innen extrem lange und intensiv auf den TMS vorbereiten und trotzdem eher durchschnittlich bzw. sogar unterdurchschnittlich abschneiden.

Oft wird der TMS Vorbereitungsplan danach ausgerichtet, alle Übungsmaterialien „abzuarbeiten“. Man geht also davon aus, dass man ja automatisch ein gutes Ergebnis erreichen müsse, wenn man sich ja sehr lange vorbereitet und alles abgehakt hat. Dabei ist es manchmal zielführender, sich mit einzelnen Aufgaben auseinander zu setzen und sich zu überlegen: Warum habe ich so lange für die Aufgabe gebraucht? Wo bin ich bei meiner Lösung falsch abgebogen und wie könnte ich solche Aufgaben in Zukunft effizienter lösen?

Was also in Deiner Vorbereitungszeit mindestens genauso wichtig ist wie die Bearbeitung der Aufgaben, ist die Fehleranalyse! Wenn Du diese nämlich nicht machst, verbrauchst Du zwar Dein Material und übst, aber Du verbesserst Dich nicht effektiv. Deshalb solltest Du etwa ein Drittel Deiner Zeit mit Nachbearbeitung und Fehleranalyse verbringen. Notiere Dir vor allem bei Untertest wie z.B. Diagramme und Tabellen, warum Du die richtige/falsche Aussage nicht erkannt hast und versuche Deine eigenen „Verbesserungsvorschläge“ beim nächsten Üben anzuwenden.

Einfach nur blind drauf loszupauken kann teilweise (z.B. beim konzentrierten und sorgfältigen Arbeiten im EMS) sogar kontraproduktiv sein, da Du manche Untertests auch zu viel üben kannst! Da das von Person zu Person und auch von Untertest zu Untertest sehr unterschiedlich ist, gibt es genauere Infos für Deine Vorbereitungszeit in unserem TMS/EMS Leitfaden bzw. in unseren TMS Vorbereitungskursen und EMS Vorbereitungskursen.

Zudem ist es ratsam auch mal zu üben, wenn Du direkt von der Schule/Arbeit kommst. Es ist wichtig, ein Gefühl dafür zu bekommen, die Aufgaben in einem erschöpften Zustand zu bearbeiten.

Die sich daraus ableitende Konsequenz ist, dass die Länge der Vorbereitungszeit nicht notwendigerweise proportional zur erreichten Punktzahl steht oder anders gesagt: Viel hilft nicht immer viel. Eine clevere Vorbereitung kann um einiges erfolgsträchtiger sein als eine lange Vorbereitung ohne TMS Vorbereitungsplan.

Sieh die Vorbereitung in ihrer Gesamtheit. Du wirst nicht schlechter im TMS abschneiden, nur weil Du mal einen Tag Pause gemacht oder eine bestimmte Aufgabe bzw. Simulation übersprungen hast.

Plane genügend Zeit für Deine Vorbereitung ein!

Plane genügend Zeit für Deine Vorbereitung ein! Wir empfehlen 2-3 Monate.

Wie lange sollte man sich auf den TMS vorbereiten?

Die offizielle TMS-Infoseite empfiehlt Dir eine Vorbereitungszeit nur mit den drei Originalversionen und der Informationsbroschüre. Da die Teilnehmer*innen aber in den letzten Jahren immer stärker geworden sind, reicht diese Vorbereitung oft nicht mehr aus.

Wir empfehlen, sich nicht länger als 2-3 Monate vorzubereiten. Dieser Zeitrahmen beinhaltet einen moderaten Vorbereitungsaufwand von ca. 3-4 mal pro Woche 1-2 Stunden pro Tag. Selbstverständlich sollte der Lernplan auf Deine individuelle Situation angepasst sein.

Dieses Vorbereitungsvolumen basiert einerseits auf den persönlichen Erfahrungen, die die anderen Tutoren und ich über die Jahre gesammelt haben. Andererseits wurde dieser Aspekt bereits in Bezug auf den sehr ähnlichen EMS statistisch ausgewertet. Genauere Infos dazu findest Du im Vorbereitungsreport.

Es ist auch durchaus angemessen, Deinen TMS Vorbereitungsplan entsprechend der eigenen Stärken und Schwächen zu adaptieren. Wenn Du bereits sehr gut in einem Untertest bist, könntest Du weniger Zeit für diesen und mehr Zeit für einen anderen Untertest einplanen. Mehr dazu findest Du in einem unserer Erfahrungsberichte!

Kann sich eine lange und intensive Vorbereitung auch negativ auf mein Testergebnis auswirken?

Leider ja! Eine zu lange und intensive Vorbereitung kann unter Umständen mit einigen Problemen einhergehen:

  • Zu wenig Übungsmaterial: auch wenn es zu Beginn viel erscheint, aber die Menge an Übungsaufgaben ist limitiert. Wenn Du zu früh mit der Vorbereitung beginnst und Du keinen Überblick über das vorhandene Übungsmaterial hast, kann es mitunter passieren, dass Du plötzlich mehrere Wochen vor dem TMS bereits alle Aufgaben bearbeitet hast. Diese Situation solltest Du auf jeden Fall vermeiden. Zwar kannst Du Aufgaben auch mehrfach bearbeiten. Allerdings ist der Lerneffekt beim zweiten Mal sehr viel geringer. Ein guter und angepasster Lernplan kann dieses Problem vorbeugen.
  • Die Kreativität geht verloren: Das dauerhafte Lösen von ähnlichen Aufgaben kann dazu führen, dass Du Aufgaben immer nach demselben Schema zu lösen beginnst. Das ist zwar auf den ersten Blick effizient. Allerdings kannst Du dann sehr schnell aus dem Konzept gebracht werden, sobald die Aufgaben im Test auch nur minimal von den geübten Aufgaben abweichen. Du verlierst also die Fähigkeit, kreative und individuelle Lösungswege zu finden.
  • Psychischer Druck: Der TMS stellt für viele Leute einen immensen Stressor dar. Wenn Du Dich monatelang jeden Tag mehrere Stunden damit beschäftigst, steigerst Du Dich unweigerlich immer weiter rein und baust Dir automatisch mehr und mehr Druck auf. Beim Test selber fällt es dann extrem schwer, einen kühlen Kopf zu bewahren.
  • Motivationsverlust: Bei vielen geht früher oder später die Motivation verloren und man verliert den Spaß, den man bei manchen Untertests hat! Wie Du das verhinderst, findest Du in unserem Blog-Artikel „Wie motiviere ich mich richtig für den Test?„.

Kann ich mich nicht doch irgendwie früher vorbereiten?

Das geht tatsächlich! Beispielsweise kannst Du Deine Matheskills soweit auffrischen, dass Du zu Beginn der Vorbereitungsphase alle Rechenregeln gut beherrschst. Du kannst vorher schon anfangen, ab und zu mal wissenschaftliche Texte zu lesen. Der Vorteil dabei ist, dass Du Dich schon mal daran gewöhnst, komplizierte und unbekannte Texte zu lesen und zu verstehen. Diese Zeit kannst Du also definitiv auch in Deinem TMS Vorbereitungsplan beachten!

Aber Vorsicht: Das Vorbereiten und Lernen von spezifischen medizinisch-wissenschaftlichen Zusammenhängen sollte vermieden werden, da es sehr aufwändig ist und in den seltensten Fällen einen relevanten Vorteil im TMS bringt.

Weitere Tipps, wie man sich früher auf den TMS vorbereiten kann, ohne Übungsmaterial zu verbraten, haben wir für Dich in einem separaten Artikel zusammen geschrieben.

Wenn Du mehr darüber wissen möchtest, wie man dieses „zu-viel-Üben“ vermeiden kann, lies Dir den Artikel „Wann sollte ich mit der Vorbereitung auf den TMS anfangen?“ von Moritz durch, der seine eigenen Erfahrungen sehr detailliert schildert.

Auch während Deiner Abitur-Vorbereitung kannst Du schon für den TMS lernen. Wähle die passenden Fächer und schlage 2 Fliegen mit 1 Klappe.

Auch während Deiner Abitur-Vorbereitung kannst Du schon für den TMS lernen. Wähle die passenden Fächer und schlage 2 Fliegen mit 1 Klappe.

Was mache ich, wenn ich im selben Jahr meine Abiturprüfungen habe?

In dieser Situation befinden sich jedes Jahr viele Testteilnehmer*innen. Entgegen der allgemeinen Erwartungen muss dies jedoch kein Nachteil sein. Denn eine gute Abiturvorbereitung trainiert genau die Skills und Fähigkeiten, die im TMS verlangt werden: Logisches Denken, Schlüsse ziehen, Texte schnell auf wichtige Inhalte prüfen und diese daraus zu extrahieren. Somit stellt eine gute Abiturvorbereitung bereits eine gute TMS Vorbereitung dar! 

Die TMS-Vorbereitung muss daher nicht durchgehend spezifisch auf den TMS ausgerichtet sein.

Wir möchten an dieser Stelle auch darauf hinweisen, dass die Abiturvorbereitung unserer Meinung nach nicht zugunsten der TMS-Vorbereitung leiden sollte.

Da Du seit 2022 den TMS zweimal im Jahr schreiben kannst, kannst Du Dir auch überlegen, ob Du nicht einfach an dem Durchgang im Herbst nach Deinem Abitur teilnimmst! Oder falls Du Dich doch für die Variante neben dem Abi entscheiden solltest und den TMS in den Sand setzt, hast Du seit 2022 auch noch die Möglichkeit, ein zweites Mal am TMS teilzunehmen.

So sah mein TMS Vorbereitungsplan aus

Um Dir einmal zu zeigen, wie die TMS-Vorbereitung in die Abiturvorbereitung integriert werden kann, möchte ich Dir kurz erzählen, wie ich damals meine Vorbereitung gestaltet habe.

Der TMS war ca. zweieinhalb Wochen nach meinen Abiturprüfungen. Für mich war die Abiturvorbereitung ein ganz zentraler Teil meiner TMS-Vorbereitung. Diese Erkenntnis kam jedoch erst nach dem TMS. Mit der Abiturvorbereitung hatte ich bereits recht früh begonnen. Anfangs eher locker, damit ich mich langsam an das Arbeitspensum annähern konnte. Später dann immer intensiver. Dadurch konnte ich mir auch erlauben, mich den ein oder anderen Tag primär auf den TMS zu fokussieren.

Ich habe dann damals die TMS-Aufgaben bzw. ganze Simulationen immer mal wieder in meine Abiturvorbereitung eingebaut. Manchmal sogar als aktive Pause. Das war insofern ganz gut, da ich sehr froh darüber war, mal etwas anderes als den Abiturstoff zu sehen und die Aufgaben dadurch auch gerne gemacht habe. Außerdem habe ich mich dadurch nicht zu sehr auf den TMS verkrampft, da ich ja noch das Abi vor mir hatte.

Da das Niveau der TMS-Aufgaben nicht ganz dem der Abituraufgaben entspricht, hatte mein Gehirn während der Bearbeitung der TMS-Aufgaben die Möglichkeit, den gelernten Abiturstoff zu verarbeiten und unterbewusst zu konsolidieren. Der Lernprozess findet nämlich immer erst nach dem eigentlichen Lernen statt, wenn man schläft oder sich entspannt. Beides sollte daher bei Deiner Vorbereitung mit eingeplant sein.

Als ich dann meine Abiturklausuren hinter mir hatte, habe ich mir 1-2 Tage Party und Pause gegönnt und mich im Anschluss voll und ganz auf den TMS konzentriert. Da ich bereits durch das Abitur im Lernmodus war (also quasi darauf getrimmt, wenn es darauf ankommt, Leistung zu erbringen), war ich beim TMS gar nicht mehr so aufgeregt, da ich ja bereits zwei Wochen zuvor in einer ähnlichen Prüfungssituation war.

Diese Strategie hat mir zwar sehr viel Disziplin abverlangt. Allerdings war ich damit auch recht erfolgreich und habe letztlich einen Prozentrang von 93 % erreicht.

TMS Vorbereitung

Es keat oanfach mehr vorbereitet! Am besten gemeinsam mit den MedGurus!

Zusammenfassung für Deinen TMS Vorbereitungsplan

  • Der TMS ist kein konventioneller Wissenstest, worauf bei der Vorbereitung Rücksicht genommen werden sollte.
  • Bereite Dich klug vor! Die reine Intensität oder Dauer der Vorbereitung steht nicht unbedingt im Verhältnis mit der erreichten Punktzahl.
  • Pass Deinen TMS Vorbereitungsplan Deinen Stärken, Schwächen und vor allem Deiner zeitlichen Gesamtsituation an. Denk hier auch an die Fehleranalyse!
  • Besonders, wenn Du sehr früh mit der Vorbereitung beginnst, ist ein strukturierter, auf Dich abgestimmter Lernplan essenziell.
  • Übe auch mal in einem erschöpften Zustand.
  • Plan Dir genügend Pausen bzw. Pausentage ein.
  • Schau Dir die Vorbereitung in ihrer Gesamtheit.
  • Versuch Dich nicht zu sehr in die Thematik reinzusteigern.
  • Die Vorbereitung muss nicht immer spezifische TMS-Aufgaben beinhalten.
  • Eine gute Abiturvorbereitung stellt gleichzeitig eine gute TMS Vorbereitung dar.

Hast Du Fragen zur Vorbereitung? Dann kannst Du uns gerne jederzeit kontaktieren oder poste einfach in die Kommentare.

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2 Kommentare

Mara Graf 24. August 2021 um 14:25

Hallo,
ich würde mich gerne über ein Telefongespräch von Ihnen bezüglich des Vorberitungskurses beraten lassen. Wäre es möglich mit Ihnen ein Telefonat auszumachen?
Mit freundlichen Grüßen
Mara Graf

Antworten
Moritz

Support Moritz 26. August 2021 um 18:28

Hallo Mara,
Einen Telefonservice bieten wir nicht an. Du kannst dich bei Fragen aber gerne an unser Support-Team wenden.
Viele Grüße,
Moritz

Antworten

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