Der NC für Psychologie zählt bundesweit zu den härtesten überhaupt – deshalb lohnt es sich, alle drei Zulassungswege zu kennen: Abiturbestenquote, Zusätzliche Eignungsquote und das Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH). Wer nur auf die eigene Abiturnote schaut, verschenkt Chancen auf einen Studienplatz.
Psychologie gehört seit Jahren zu den beliebtesten Studiengängen in Deutschland – entsprechend viele Bewerbungen treffen auf vergleichsweise wenige Studienplätze. Damit Du weißt, worauf es bei der Bewerbung wirklich ankommt, gehen wir hier Schritt für Schritt durch: wie die Bewerbung abläuft, wie der NC zustande kommt, welche Auswahlverfahren die Hochschulen nutzen – und welche Rolle Studierfähigkeitstests wie der BaPsy-DGPs dabei spielen können.
Wie läuft die Bewerbung für einen Psychologie-Studienplatz ab?
Psychologie an staatlichen Universitäten ist bundesweit zulassungsbeschränkt und läuft über das Dialogorientierte Serviceverfahren (DoSV) von hochschulstart.de. Du registrierst Dich dort, bewirbst Dich zusätzlich direkt an den gewünschten Hochschulen und bekommst darüber Deine Zu- oder Absagen koordiniert – so vermeidest Du, dass Studienplätze durch Mehrfachzusagen ungenutzt bleiben. Für das Wintersemester endet die Bewerbungsfrist in der Regel Mitte Juli, für das Sommersemester Mitte Januar. Da sich Fristen von Jahr zu Jahr leicht verschieben können, lohnt sich immer ein Blick auf die aktuellen Termine bei hochschulstart.de.
Wie hoch ist der NC für Psychologie?
Der Numerus Clausus ist kein festgelegter Wert, sondern ergibt sich jedes Semester neu – aus der Abiturnote der letzten zugelassenen Person eines Jahrgangs. Er hängt also davon ab, wie viele Bewerber:innen sich für wie wenige Plätze qualifizieren, und schwankt entsprechend zwischen Hochschulen und Semestern. Fest steht: Psychologie gehört seit Jahren zu den NC-stärksten Fächern in Deutschland, an vielen Universitäten liegt die Grenze nah an der Bestnote. Genau deshalb ist es wichtig, sich nicht ausschließlich auf die Abiturbestenquote zu verlassen, sondern auch die anderen Zulassungswege zu kennen.
Auswahlverfahren der Hochschulen: Abiturnote, Eignungsquote & Zusatzkriterien
Die Vergabe der Studienplätze ist gesetzlich in drei Quoten aufgeteilt:
| Quote | Anteil der Studienplätze | Entscheidend ist |
|---|---|---|
| Abiturbestenquote | 30 % | Deine Abiturdurchschnittsnote im bundesweiten Vergleich |
| Zusätzliche Eignungsquote (ZEQ) | 10 % | Abiturnote kombiniert mit weiteren Kriterien wie Berufsausbildung oder Testergebnissen |
| Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) | 60 % | Von der Uni selbst festgelegte Kriterien – Abiturnote plus mindestens ein weiteres Kriterium |
Der AdH ist der größte und für Dich wichtigste Topf. Hier entscheiden die Hochschulen selbst , welche Kriterien neben der Abiturnote zählen. Viele Universitäten setzen dabei auf einen fachspezifischen Studierfähigkeitstest, auf eine gewichtete Kombination aus Abiturnote und Testergebnis, oder auf zusätzliche Kriterien wie eine einschlägige Berufsausbildung. Das bedeutet: Auch mit einem Abiturschnitt, der für die Bestenquote nicht reicht, kannst Du über den AdH einen Studienplatz bekommen – wenn Du im jeweiligen Auswahlkriterium der Hochschule überzeugst.
Der BaPsy-DGPs: Der Studierfähigkeitstest für Psychologie
Der bundesweite Studierfähigkeitstest für den Bachelor Psychologie (BaPsy-DGPs) ist mittlerweile an zahlreichen staatlichen Universitäten fester Bestandteil des Auswahlverfahrens. Er prüft unter anderem logisches und schlussfolgerndes Denken, Merkfähigkeit und Textverständnis – Fähigkeiten, die für ein erfolgreiches Psychologiestudium relevant sind, aber im Abiturzeugnis nicht sichtbar werden. Für Dich heißt das: Ein gutes Testergebnis kann eine schwächere Abiturnote ausgleichen und Dir an teilnehmenden Unis einen zusätzlichen Weg zum Studienplatz eröffnen.
MedGurus bereitet Dich gezielt auf den BaPsy-DGPs vor – mit Aufgaben, die dem Aufbau und Anspruchsniveau des echten Tests entsprechen, damit Du am Testtag weißt, was auf Dich zukommt. Mehr zum genauen Aufbau des BaPsy-DGPs und typischen Beispielaufgaben findest Du in unserem separaten Ratgeber.
Was zählt neben Abiturnote und Test noch?
Je nach Hochschule können weitere Kriterien in die Auswahl einfließen, etwa:
- Wartezeit: Die Anzahl an Halbjahren zwischen Abitur und Bewerbung, die bei manchen Hochschulen im AdH zusätzlich berücksichtigt wird
- Berufsausbildung oder Berufserfahrung: Ein einschlägiger Ausbildungs- oder Berufshintergrund kann an manchen Standorten zusätzlich gewichtet werden
- Auswahlgespräche: Einzelne Hochschulen führen ergänzend Gespräche durch
Welche Kriterien konkret zählen und wie stark sie gewichtet werden, legt jede Hochschule individuell fest – ein Blick in die Zulassungssatzung der jeweiligen Uni lohnt sich also immer.
Wie bereite ich mich am besten vor?
Weil der NC allein selten die ganze Geschichte erzählt, macht es Sinn, sich früh mit den Auswahlkriterien der Hochschulen zu beschäftigen, an denen Du Dich bewerben willst. Prüfe, ob und wie der BaPsy-DGPs dort einfließt, und plane genug Zeit für die Vorbereitung ein. Viele starten 2–3 Monate vorher mit einem strukturierten Lernplan. Wie Du Deinen BaPsy-Lernplan aufbaust, erklären wir Dir im passenden Ratgeber. In unserem Beitrag zu Testergebnis und benötigten Punkten siehst Du, wie das Ergebnis in die Zulassung einfließt.
Häufige Fragen
BaPsy-DGPs: Dein zusätzlicher Weg zum Psychologie-Studienplatz
Du willst wissen, wie Du Dich konkret auf den BaPsy-DGPs vorbereitest? Hier findest Du alle Infos zu unseren BaPsy-Vorbereitungskursen und E-Learning-Paketen.
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