Medizinisch-naturwissenschaftliches Grundverständnis – kurz MedNat genannt – gehört sowohl zum neuen TMSnat als auch zum bisherigen TMS und zum EMS in der Schweiz. In allen drei Tests musst Du Informationen aus medizinischen und naturwissenschaftlichen Texten verstehen, miteinander verknüpfen und daraus die richtigen Schlussfolgerungen ziehen.
Unterschiede gibt es vor allem bei Aufgabenanzahl und Bearbeitungszeit. Im TMSnat sind nach aktuellem Planungsstand 20 Aufgaben in 50 Minuten vorgesehen. Im bisherigen TMS bearbeitest Du 24 Aufgaben in 60 Minuten, im EMS 18 Aufgaben in 45 Minuten.
In diesem Artikel erfährst Du, wie MedNat im TMSnat, TMS und EMS aufgebaut ist, warum Du dafür kein medizinisches Vorwissen benötigst und mit welcher Strategie Du Dich gezielt auf diese Aufgabengruppe vorbereiten kannst.
| TMSnat | TMS | EMS | |
| Aufgaben | 20 | 24 | 18 |
| Bearbeitungszeit | 50 Minuten | 60 Minuten | 45 Minuten |
| Zeit pro Aufgabe | Ø 2:30 Minuten | Ø 2:30 Minuten | Ø 2:30 Minuten |
Gut zu wissen: Obwohl sich Aufgabenanzahl und Bearbeitungszeit unterscheiden, bleibt der durchschnittliche Zeitrahmen mit 2,5 Minuten pro Aufgabe in allen drei Tests gleich. Auch das grundlegende Aufgabenprinzip ist vergleichbar, sodass sich bewährte Bearbeitungsstrategien testübergreifend anwenden lassen.
Medizinisch-naturwissenschaftliches Grundverständnis wird im TMSnat am Vormittag bearbeitet. Wo MedNat im gesamten Testablauf liegt und welche Aufgabengruppen davor und danach folgen, zeigen wir Dir in unserem Überblick zum TMSnat Aufbau und Ablauf.
Unterschiede zwischen TMSnat und TMS
Du möchtest wissen, welche Aufgabengruppen aus dem TMS übernommen wurden, welche neu hinzukommen und was sich mit dem TMSnat insgesamt verändert? In unserem Vergleich findest Du die wichtigsten Unterschiede zwischen TMS und TMSnat im Überblick.
MedNat im TMSnat, TMS & EMS: Aufbau und Unterschiede
Beim Untertest Medizinisch-naturwissenschaftliches Grundverständnis ist die grundlegende Aufgabe in allen drei Tests sehr ähnlich: Du erhältst einen medizinischen oder naturwissenschaftlichen Sachverhalt und musst aus den vorgegebenen Informationen die richtige Schlussfolgerung ziehen. Die Aufgabengruppe prüft insbesondere verbal-schlussfolgerndes und deduktives Denken im medizinisch-naturwissenschaftlichen Kontext. Häufig musst Du Kausalzusammenhänge erkennen, Dir beschriebene Strukturen oder Abläufe gedanklich vorstellen und mehrere Informationen miteinander verknüpfen.
Spezifisches medizinisches oder naturwissenschaftliches Fachwissen wird für MedNat nicht vorausgesetzt. Alle Informationen, die Du für die Lösung benötigst, werden in der jeweiligen Aufgabe vorgegeben.
Im TMSnat erwarten Dich nach aktuellem offiziellen Stand 20 Aufgaben in 50 Minuten.
Im bisherigen TMS bearbeitest Du 24 Aufgaben in 60 Minuten. Maximal können dabei 20 Punkte erzielt werden. Vier der 24 Aufgaben sind sogenannte Einstreuaufgaben: Sie dienen der Erprobung neuer Aufgaben und fließen nicht in die Wertung ein. Welche Aufgaben dies sind, kannst Du während des Tests nicht erkennen.
Im EMS stehen Dir für 18 Aufgaben 45 Minuten zur Verfügung. Auch hier geht es darum, vorgegebene medizinisch-naturwissenschaftliche Informationen zu verstehen und daraus die richtige Antwort abzuleiten.
Bewährte Strategien für alle Tests
In TMSnat, TMS und EMS stehen Dir rechnerisch durchschnittlich 2,5 Minuten pro Aufgabe zur Verfügung. Da auch das grundlegende Aufgabenprinzip vergleichbar ist, lassen sich die bewährten MedNat-Strategien auf alle drei Tests übertragen.
MedNat vs. Naturwissenschaftliche Kenntnisse: Was ist der Unterschied?
Diese beiden Aufgabengruppen solltest Du im TMSnat klar voneinander unterscheiden. Bei Medizinisch-naturwissenschaftlichem Grundverständnis wird kein spezifisches Fachwissen vorausgesetzt. Die Informationen, die Du benötigst, stehen in der Aufgabe. Du musst sie verstehen, strukturieren und logisch miteinander verknüpfen.
Bei den Naturwissenschaftlichen Kenntnissen ist das anders: Hier wird Vorwissen aus Biologie, Chemie, Physik und Mathematik auf Abiturniveau vorausgesetzt. Dieser Teil ist deshalb tatsächlich ein Wissenstest und erfordert eine andere Form der Vorbereitung.
Welche Themen dort relevant sind und wie Du Dich darauf vorbereiten kannst, erklären wir Dir ausführlich in unserem Artikel zu den Naturwissenschaftlichen Kenntnissen im TMSnat.
Welche Themen kommen bei MedNat vor?
Für MedNat gibt es keinen Themenkatalog, den Du auswendig lernen musst. Die Texte und Aufgaben bewegen sich im medizinischen und naturwissenschaftlichen Kontext und können beispielsweise physiologische Regelkreise, anatomische Strukturen, Stoffwechselvorgänge oder andere biologische und medizinische Zusammenhänge beschreiben.
Die Themen dienen dabei vor allem als Rahmen für die eigentliche Fähigkeit, die geprüft wird: Du musst die in der Aufgabe enthaltenen Informationen verstehen und daraus korrekte Schlussfolgerungen ziehen.
Gerade deshalb solltest Du Dich bei MedNat nicht darauf konzentrieren, möglichst viele medizinische Fakten auswendig zu lernen, sondern lernen mit anspruchsvollen Sachverhalten sicher umgehen zu können.
Bearbeitungsstrategie für Medizinisch-naturwissenschaftliches Grundverständnis
Unsere Bearbeitungsstrategie für MedNat besteht im Kern aus drei Schritten: aktivem Lesen, gegebenenfalls dem Anfertigen einer Skizze und der systematischen Beantwortung der Frage. Bevor Du mit dem eigentlichen Lesen beginnst, lohnt sich allerdings ein kurzer Blick auf Fragestellung und Antwortmöglichkeiten. Dadurch weißt Du bereits, auf welche Informationen Du im Text besonders achten solltest.
Beim aktiven Lesen konzentrierst Du Dich auf die Informationen, die für die Fragestellung relevant sind. Dazu gehören insbesondere Zahlen, Daten, Fachbegriffe und Aussagen, die Beziehungen oder Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge zwischen verschiedenen Größen beschreiben. Dabei gilt: Markiere gezielt und reduziere Dich auf das Wesentliche.
Bei komplexeren Abläufen, Regelkreisen oder anatomischen Zusammenhängen kann anschließend eine einfache Skizze helfen. Sie soll Dir den Zusammenhang übersichtlich darstellen – nicht möglichst schön aussehen. Eine Skizze ist aber nicht für jede Aufgabe notwendig, da sie ebenfalls Zeit kostet.
Im letzten Schritt überprüfst Du die Antwortmöglichkeiten systematisch anhand der Informationen aus dem Text. Bei Aufgaben mit mehreren Aussagen kann es hilfreich sein, zunächst einzelne Aussagen zu prüfen und damit bereits Antwortmöglichkeiten auszuschließen.
Unsere Bearbeitungsstrategie im Detail
Wie Du das aktive Lesen, Skizzen und unterschiedliche Fragetypen effizient einsetzt, erklären wir Dir ausführlich in unseren Büchern, im E-Learning und in unseren Vorbereitungskursen.
Das aktive Strukturieren von medizinisch-naturwissenschaftlichen Texten ist übrigens auch für die Aufgabengruppe Textverständnis im TMSnat, TMS und EMS hilfreich.
Beispielaufgaben für MedNat im TMSnat, TMS & EMS
Hinweis: Die folgenden Aufgaben orientieren sich am bekannten Aufgabenformat von Medizinisch-naturwissenschaftlichem Grundverständnis und eignen sich auch zur Vorbereitung auf den TMSnat. Die offiziellen TMSnat-Hinweise empfehlen ausdrücklich, bisherige TMS-Originalaufgaben dieser Aufgabengruppe weiterhin für das Training zu verwenden.
Weitere Aufgaben zu MedNat und den anderen Aufgabengruppen findest Du außerdem bei unseren TMSnat Beispielaufgaben mit Lösungen.
Beispielaufgabe 1 – Chromosomen
Chromosomen sind Protein-DNA-Komplexe, die im Zellkern einer Zelle vorkommen. Beim Menschen gibt es im Zellkern 23 Chromosomen, die von 1 bis 23 durchnummeriert sind und jeweils doppelt vorhanden sind. Man spricht von einem doppelten Chromosomensatz. Bei Veränderungen im Chromosomensatz spricht man von sogenannten Anomalien. Diese treten meistens in Kombination mit schwerwiegenden Krankheiten auf. Man unterscheidet dabei zwei verschiedenen Formen: Strukturelle Anomalien sind Veränderungen in der Struktur und Form der Chromosomen. Numerische Anomalien bezeichnen Abweichungen der Anzahl der Chromosomen. Eine Deletion bezeichnet den Verlust eines Chromosomen-Teils, während eine sogenannte Inversion eine 180°-Drehung eines kleineren Chromosomen-Bruchstückes innerhalb eines ganzen Chromosomen bezeichnet. Beide gehören zu den strukturellen Anomalien. Beispiel für eine Deletion ist das sogenannte Prader-Willi-Syndrom, bei dem eine Deletion im 15. Chromosom vorkommt. Das Down-Syndrom, auch Trisomie 21 genannt, beschreibt das Vorhandensein eines zusätzlichen Chromosoms an Stelle 21 im Erbgut, Chromosom 21 kommt also dreifach statt doppelt vor. Das Down-Syndrom gehört zu den numerischen Anomalien.
Welche der folgenden Aussagen ist auf Basis des vorausgegangenen Textes als korrekt zu kennzeichnen?
(A) Beinhaltet eine Chromosomen-Stelle drei statt zwei Chromosomen, spricht man von einer strukturellen Anomalie.
(B) Das sogenannte Prader-Willi-Syndrom bezeichnet eine Deletion des 15. Chromosoms. Somit gehört es zu den numerischen Anomalien.
(C) Im Normalfall liegen die Chromosomen immer dreifach statt doppelt vor.
(D) Inversionen und Trisomien können zu den strukturellen Anomalien gezählt werden.
(E) Eine Veränderung der Chromosomen-Struktur von ABCDE zu ABDCE beschreibt eine Inversion.
Die Lösung ist (E).
Zu A: Nicht korrekt. Beinhaltet eine Chromosomen-Stelle drei statt zwei Chromosomen, handelt es sich um eine Trisomie. Dieses zählt man zu den numerischen Anomalien.
Zu B: Nicht korrekt. Das Prader-Willi-Syndrom beruht auf einer Deletion, einem Verlust eines Chromosomen-Teils, nicht des gesamten Chromosoms. Deletionen gehören zu den strukturellen Anomalien.
Zu C: Nicht korrekt. Der Normalfall ist genau umgekehrt wie beschrieben. Die Chromosomen liegen an jeder Stelle doppelt vor, nicht dreifach.
Zu D: Nicht korrekt. Die Inversion ist zwar eine strukturelle Anomalie, eine Trisomie zählt jedoch zu den numerischen Anomalien.
Zu E: Korrekt. Das Element CD ist in diesem Beispiel invertiert (um 180° gedreht).
Beispielaufgabe 2 – Nozizeptoren
Schmerzreize, welche chemischer, thermischer oder mechanischer Natur sein können, werden mittels sogenannter Nozizeptoren wahrgenommen. Diese stellen freie sensorische Nervenendigungen dar, welche drohende oder bereits erfolgte Gewebeschädigungen registrieren und entsprechend in elektronische Signale in Form von Aktionspotentialen umwandeln und an das Gehirn weiterleiten. Als schmerzleitende Nervenfasertypen kommen einerseits Aδ-Fasern zum Einsatz, welche aufgrund ihres Durchmessers von 1-6 µm und ihrer Myelinisierung durch eine Leitgeschwindigkeit von 5-30 m/s charakterisiert sind. Andererseits gibt es die nicht-myelinisierten C-Fasern (Durchmesser 0,2–1,5 µm), welche eine Leitgeschwindigkeit von 0,5–2 m/s besitzen. Manche Nozizeptoren reagieren ausschließlich auf mechanische Reize (Aδ-Fasern), wie etwa Nadelstiche. Sogenannte polymodale Nozizeptoren reagieren auf mechanische, thermische und chemische Reize (beide Fasertypen). Eine Sonderrolle nehmen die stummen Nozizeptoren ein, welche in gesundem Gewebe nicht erregbar sind, sondern deren Reizschwelle zunächst durch sogenannte Entzündungsmediatoren (z.B. Bradykinin, Histamin, Zytokine oder K+-Ionen) auf ein sensitiveres Niveau herabgesenkt werden muss (C-Fasern). Meist untergliedert sich die Schmerzwahrnehmung in einen ersten Schmerz, der von den schnell leitenden Fasern vermittelt wird und mit der Ausführung von Schutzreflexen einhergehen kann, sowie einen verzögert auftretenden, dumpferen Schmerz, der meist länger anhält.
Welche der Nachfolgenden Aussagen lässt bzw. lassen sich ableiten?
I. C-Fasern sind primär für das Auslösen der Schutzreflexe verantwortlich.
II. Die Ausschüttung von Zytokinen durch Immunzellen kann eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit des entzündeten Gewebes zur Folge haben.
III. Stößt man sich den kleinen Zeh an der Bettkante, so kann es bis zu 4 Sekunden dauern, bis ein dumpfer Schmerz auftritt.
IV. Eine Verätzung mit Natronlauge erzeugt einen ersten, schnellen, jedoch keinen zweiten, dumpfen Schmerz.
(A) Die Aussagen I und IV lassen sich ableiten.
(B) Die Aussagen I und II lassen sich ableiten.
(C) Die Aussagen II, III und IV lassen sich ableiten.
(D) Die Aussagen II und III lassen sich ableiten.
(E) Alle Aussagen lassen sich ableiten.
Die Lösung ist (D).
Zu I: Nicht ableitbar. Aδ-Fasern leiten wesentlich schneller als C-Fasern und sind daher primär für den schnellen Schmerz und das Auslösen der Schutzreflexe verantwortlich.
Zu II: Ableitbar. Zytokine setzen die Reizschwelle der stummen Nozizeptoren im Gewebe herab, sodass eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit daraus resultiert.
Zu III: Ableitbar. Die langsam leitenden C-Fasern sind durch eine Leitgeschwindigkeit von etwa 0,5-2 m/s charakterisiert. Geht man von der unteren Grenze und einer Körpergröße von annähernd 2 m aus, so kann es bis zu 4 s dauern, bis ein dumpfer Schmerz wahrgenommen wird.
Zu IV: Nicht ableitbar. Chemische Reize werden sowohl durch schnell leitende als auch langsam leitende Fasertypen wahrgenommen, welche entsprechend einen ersten, schnellen und einen zweiten, dumpfen Schmerz vermitteln.
Beispielaufgabe 3 – AMP-Kinase
Die AMP-abhängige Kinase (AMPK) ist ein Enzym, das durch Adenosinmonophosphat (AMP) aktiviert wird. Die AMPK ist nur in phosphoryliertem Zustand aktiv. Bei einer Phosphorylierung handelt es sich um die Übertragung von Phosphat-Gruppen auf ein Zielmolekül. Die AMPK stimuliert im aktivierten Zustand eine Vielzahl von Stoffwechselwegen, wie z.B. die Hemmung der Proteinsynthese oder die Aktivierung der Aufnahme von Glucose und deren Abbau (Glykolyse). Zusätzlich phosphoryliert und hemmt die AMPK sowohl Enzyme der Cholesterinsynthese als auch die Acetyl-CoA-Carboxylase, welche im aktivierten Zustand die β-Oxidation (Fettsäureabbau durch Abspaltung von Acetyl-CoA) hemmt. Durch eine vermehrte Aufnahme von Nahrungsstoffen hemmt Adenosintriphosphat (ATP) die Leberkinase B1 (LKB1), welche ungehemmt die AMPK phosphoryliert. Bei Hypoxie kommt es zu einem Anstieg von AMP. Unter Hypoxie versteht man einen verminderten Sauerstoffgehalt im Blut. Ein Aufenthalt in extremen Höhen kann zu einer solchen Hypoxie führen. Eine mutierte und damit funktionslose AMPK kann eine seltene Form des Wolff-Parkinson-White-Syndroms verursachen.
Welche der nachfolgenden Aussagen ist/sind zutreffend?
I. Die Phosphorylierung der AMPK führt zu einer reduzierten Acetyl-CoA Konzentration.
II. Ein ATP-Überschuss führt zu einer gesteigerten Proteinsynthese.
III. Bei längerem Aufenthalt in großen Höhen wird tendenziell mehr Cholesterin synthetisiert.
IV. Beim AMPK-assoziierten Wolff-Parkinson-White-Syndrom sind Glucoseaufname und -abbau vermindert.
(A) Alle Aussagen sind zutreffend.
(B) Die Aussagen II, III und IV sind zutreffend.
(C) Nur die Aussage II ist zutreffend.
(D) Die Aussagen I und IV sind zutreffend.
(E) Die Aussagen II und IV sind zutreffend.
Die Lösung ist (E).
Zu I: Nicht zutreffend. Da die AMPK im phosphorylierten Zustand aktiv ist, kommt es zu einer Hemmung der Acetyl-CoA-Carboxylase. Diese würde in aktivem Zustand die β-Oxidation hemmen. Bleibt die Aktivierung der Carboxylase aus, läuft die β-Oxidation vermehrt ab und es werden mehr Fettsäuren zu Acetyl-CoA abgebaut. Folglich steigt die Acetyl-CoA Konzentration.
Zu II: Zutreffend. ATP hemmt die LKB1, die in aktivem Zustand die AMPK phosphorylieren und aktivieren würde. Bei einer gehemmten LKB1 verbleibt die AMPK in inaktivem, dephosphoryliertem Zustand, wodurch die Proteinsynthese vermindert gehemmt wird. Als Folge kommt es zu einer gesteigerten Proteinsynthese.
Zu III: Nicht zutreffend. Bei einem Aufenthalt in großen Höhen kommt es zu Hypoxie, wodurch sich die AMP-Konzentration erhöht. Da AMP die AMPK aktiviert, kommt es zu einer verminderten Cholesterinsynthese, da die Enzyme der Cholesterinsynthese gehemmt werden.
Zu IV: Zutreffend. Bei der AMPK-assoziierten Form des Wolff-Parkinson-White-Syndroms liegt ein Defekt der AMPK vor, welche im aktivierten Zustand die Glucoseaufnahme und die Glykolyse stimulieren würde. Durch den Funktionsverlust der AMPK bleiben Aufnahme und Abbau der Glucose im Rahmen der Glykolyse aus.
Vorbereitung auf MedNat im TMSnat, TMS & EMS

Zusammen ist alles einfacher! Gemeinsame Vorbereitung auf den Untertest „Medizinisch-Naturwissenschaftliches Grundverständnis“ im TMSnat
MedNat gehört zu den Aufgabengruppen, bei denen es nicht darum geht, Wissen auswendig zu lernen, sondern darum, eine effiziente Bearbeitungsstrategie zu entwickeln und diese regelmäßig zu trainieren.
Mache Dich zunächst mit dem Aufgabenformat vertraut und übe, medizinisch-naturwissenschaftliche Texte schnell zu strukturieren. Trainiere außerdem, relevante Informationen zu markieren, komplexe Zusammenhänge bei Bedarf in einfachen Skizzen darzustellen und Deine Antworten ausschließlich auf Grundlage der vorgegebenen Informationen abzuleiten. Mit zunehmender Sicherheit solltest Du unter realistischen Zeitbedingungen trainieren.
Du bereitest Dich auf den TMSnat vor?
Medizinisch-naturwissenschaftliches Grundverständnis wird aus dem bisherigen TMS in den TMSnat übernommen. Auf unserer TMSnat-Übersichtsseite findest Du alle wichtigen Informationen zum neuen Test, zur Vorbereitung und zu unseren TMSnat-Lernangeboten.
Wann der erste TMSnat stattfindet, erfährst Du in unserem Artikel zur Anmeldung zum TMSnat 2027.
Kostenlose Aufgaben zu MedNat und den weiteren Aufgabengruppen kannst Du außerdem bei unseren TMSnat Beispielaufgaben mit Lösungen ausprobieren.
Du schreibst noch den TMS 2026?
Für den letzten TMS 2026 kannst Du Medizinisch-naturwissenschaftliches Grundverständnis gezielt mit unseren TMS-Büchern, dem E-Learning und unseren Vorbereitungskursen trainieren. Dort findest Du testnahe Aufgaben, ausführliche Lösungen und unsere Bearbeitungsstrategien für MedNat.
Du bereitest Dich auf den EMS vor?
Auch im EMS gehört Medizinisch-naturwissenschaftliches Grundverständnis zu den relevanten Aufgabengruppen. Im EMS E-Learning kannst Du mit testnahen Aufgaben trainieren, Deine Bearbeitungsstrategie festigen und lernen, komplexe medizinisch-naturwissenschaftliche Zusammenhänge unter Zeitdruck sicher zu erfassen.
Alle Informationen zur EMS-Vorbereitung sowie unsere Lernangebote für die Schweiz findest Du auf MedGurus.ch.
FAQs zu MedNat im TMSnat
Nein. Für Medizinisch-naturwissenschaftliches Grundverständnis wird kein spezifisches Fachwissen vorausgesetzt. Alle Informationen, die Du für die Lösung einer Aufgabe benötigst, werden in der jeweiligen Aufgabe vorgegeben. Entscheidend ist, dass Du die Informationen verstehst, miteinander verknüpfst und daraus die richtige Schlussfolgerung ziehst.
MedNat prüft vor allem Dein schlussfolgerndes Denken im medizinisch-naturwissenschaftlichen Kontext. Das benötigte Wissen steht in der jeweiligen Aufgabe. Bei den Naturwissenschaftlichen Kenntnissen musst Du dagegen Vorwissen aus Biologie, Chemie, Physik und Mathematik auf Abiturniveau mitbringen. Mehr zu diesem Wissensteil findest Du in unserem Artikel zu den Naturwissenschaftlichen Kenntnissen im TMSnat.
MedNat verwendet medizinische und naturwissenschaftliche Sachverhalte als Grundlage der Aufgaben. Dabei können beispielsweise physiologische Regelkreise, anatomische Strukturen oder andere biologische und medizinische Zusammenhänge beschrieben werden. Einen Themenkatalog, den Du für MedNat auswendig lernen musst, gibt es nicht. Die für die Lösung notwendigen Informationen werden in der Aufgabe vorgegeben.
Ja. Die offiziellen TMSnat-Hinweise empfehlen ausdrücklich, die bisherigen TMS-Originalversionen weiterhin zur Vorbereitung auf Medizinisch-naturwissenschaftliches Grundverständnis zu nutzen. Beachte dabei lediglich die veränderte Aufgabenanzahl und Bearbeitungszeit im TMSnat.
Nein. Beide Aufgabengruppen erfordern genaues Lesen und das Strukturieren komplexer Informationen, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte. Bei MedNat stehen schlussfolgerndes Denken, Kausalzusammenhänge und das Verknüpfen medizinisch-naturwissenschaftlicher Informationen stärker im Mittelpunkt. Textverständnis prüft dagegen insbesondere, wie gut Du Dich in längeren lehrbuchähnlichen Texten zurechtfindest, Informationen strukturierst und daraus Schlussfolgerungen ziehst.
Beim bisherigen TMS enthält Medizinisch-naturwissenschaftliches Grundverständnis 24 Aufgaben, von denen maximal 20 in die Wertung eingehen. Vier Aufgaben dienen damit als nicht gewertete Einstreuaufgaben. Für den TMSnat ist derzeit eine Aufgabenzahl von 20 vorgesehen. Ob darüber hinaus beziehungsweise innerhalb dieser Aufgabenzahl nicht gewertete Erprobungsaufgaben eingesetzt werden, ist aktuell noch nicht öffentlich bestätigt.
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