Bei diesem Untertest sind 18 Aufgaben in 10 Minuten zu lösen – rund 33 Sekunden pro Aufgabe. Geprüft wird das räumliche Vorstellungsvermögen: Du musst erkennen, wie ein durchsichtiger Würfel zwischen zwei Abbildungen gedreht und gekippt wurde. Seit dem EMS 2025 ersetzt diese Aufgabengruppe die früheren „Schlauchfiguren“. Der Untertest ist einer von neun und derjenige mit der kürzesten Bearbeitungszeit. Er wirkt auf den ersten Blick abstrakt, ist aber gut trainierbar.

Was Dich beim Untertest „Objekte im Raum“ erwartet

Jede Aufgabe zeigt zwei Bilder desselben durchsichtigen Würfels. Links siehst Du die Ausgangsposition, rechts denselben Würfel nach zwei aufeinanderfolgenden Bewegungen um jeweils 90 Grad. Im Würfel befinden sich ein oder mehrere Objekte – Kugeln, Figuren, Zahlen, alltägliche Gegenstände.

Deine Aufgabe: herausfinden, welche zwei Bewegungen ausgeführt wurden. Möglich sind genau vier:

  • horizontal um 90° nach rechts drehen
  • horizontal um 90° nach links drehen
  • vertikal um 90° nach oben kippen
  • vertikal um 90° nach unten kippen

Aus diesen vier Bewegungen ergeben sich zehn zulässige Zweierkombinationen. Pro Aufgabe werden Dir fünf davon als Antwortmöglichkeiten A bis E vorgelegt, und nur eine ist richtig.

Der wichtigste Punkt, den viele unterschätzen: Die Reihenfolge zählt. „Nach links drehen, dann nach oben kippen“ führt zu einer anderen Endposition als „nach oben kippen, dann nach links drehen“. Wer die beiden Schritte in Gedanken vertauscht, landet zuverlässig bei einer falschen Antwort, die im Antwortfeld sogar angeboten wird.

Beispielaufgabe „Objekte im Raum“ inkl. Lösung

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  Objekte im Raum Beispielaufgabe

Objekte im Raum im EMS Lösung
  Objekte im Raum Lösung

Die Kennzahlen auf einen Blick

Kriterium Angabe
Aufgaben 18
Bearbeitungszeit 10 Minuten
Zeit pro Aufgabe ca. 33 Sekunden
Position im Test Testheft Teil A, dritte Aufgabengruppe
Antwortmöglichkeiten 5 pro Aufgabe (A–E)
Falschantworten keine Punkteabzüge

Die Angaben stammen aus der offiziellen Broschüre „Beispielaufgaben zum EMS“ des Zentrums für Testentwicklung und Diagnostik (ZTD) der Universität Fribourg, das den EMS im Auftrag von swissuniversities entwickelt.

Wie Du an die Aufgaben bei „Objekte im Raum“ herangehst

Such Dir ein Objekt. Bei mehreren Gegenständen im Würfel musst Du nicht alle verfolgen. Nimm den auffälligsten – die größte Kugel, die Zahl, den Kopf der Figur – und schau nur, wo dieses eine Detail nach der Bewegung landet. Das reduziert die Denkarbeit deutlich.

Oder denk in Gesamtobjekten. Bei manchen Aufgaben hilft das Gegenteil: den Würfelinhalt als ein einziges zusammenhängendes Ding sehen – eine tanzende Figur, einen Korkenzieher. Dann kippt und dreht sich in Deinem Kopf ein Objekt statt vieler Einzelteile.

Bau Dir einen Würfel. Das ZTD empfiehlt ausdrücklich, die Bastelvorlage aus der Beispielaufgaben-Broschüre auszudrucken und einen echten Würfel daraus zu falten. Damit spielst Du die zehn Kombinationen einmal in der Hand durch. Was Du körperlich gemacht hast, kannst Du Dir später leichter vorstellen – und genau darum geht es hier.

Raten ist erlaubt. Falsche Antworten werden nicht bestraft. Wenn Du 20 Sekunden an einer Aufgabe hängst, markier eine Antwort, mach ein Zeichen am Rand und geh weiter. Bleibt am Ende Zeit, schaust Du noch einmal drauf. Bleibt keine, hast Du wenigstens eine Chance auf den Punkt.

Wie viel Übung ist für „Objekte im Raum“ sinnvoll

33 Sekunden klingen wenig. In der Praxis löst Du die einfacheren Aufgaben nach etwas Training in wenigen Sekunden und gewinnst damit Luft für die schwierigen. Genau diese Verschiebung ist das Ziel der Vorbereitung – nicht, jede einzelne Aufgabe schneller zu lösen, sondern zu erkennen, welche Aufgabe schnell geht und welche Du hinten anstellst.

Zwei bis drei Trainingseinheiten pro Woche reichen für diesen Untertest gut aus. Wichtig ist, dass Du früh mit Zeitlimit übst. Wer wochenlang ohne Uhr trainiert, gewöhnt sich an ein Tempo, das am Testtag nicht funktioniert. Und plane nach jeder Einheit Zeit für die Fehleranalyse ein: Bei „Objekte im Raum“ wiederholen sich Fehlermuster stark – meist ist es die vertauschte Reihenfolge oder eine verwechselte Kipprichtung.

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FAQs

Nein. Seit dem EMS 2025 ist „Objekte im Raum“ an ihrer Stelle. Aufgabenzahl und Bearbeitungszeit sind gleich geblieben, die Anforderung ist komplexer geworden.

Maximal 18, also einen Punkt pro Aufgabe. Alle neun Aufgabengruppen des EMS zählen gleich viel.

Nein. Es gibt keinen Punkteabzug für Falschantworten, deshalb solltest Du am Ende jede Zeile im Antwortbogen markiert haben.

Ja, und es lohnt sich. Räumliches Vorstellungsvermögen verbessert sich mit Übung messbar – anders als beim Konzentrationstest, wo das ZTD selbst von zu häufigem Üben abrät.

Nein. Der Untertest setzt keinen Schulstoff voraus. Du brauchst nur Übung im Umgang mit dem Aufgabenformat.

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