EMS / Numerus clausus 2026 – Alle Infos zum Eignungstest für das Medizinstudium in der Schweiz
Du kannst in der Schweiz an sieben Universitäten Medizin studieren. Sehr cool ist der Fokus auf die Praxis und der frühe direkte Patientenkontakt. Allerdings ist die Zulassung zum Human- oder Zahnmedizinstudium, wie überall, beschränkt. Ein möglicher Zugang für das nächste Semester kann der EMS sein!
Was ist der EMS?
Wenn die Nachfrage das Studienplatzangebot übersteigt, wird in der Schweiz ein Eignungstest für das Medizinstudium (EMS) als Zulassungskriterium eingesetzt. Der EMS ist ein Studierfähigkeitstest, der für die Zulassung zu den Studiengängen Humanmedizin, Tiermedizin, Zahnmedizin und Chiropraktik herangezogen wird. Seit seiner Einführung hat der EMS immer stattgefunden und findet bei nahezu allen Universitäten Berücksichtigung bei der Vergabe der Studienplätze.
Der Test wurde zeitweise auch in Österreich unter dem gleichen Namen eingesetzt und ähnelt sehr stark dem deutschen TMS.
Wie ist der EMS aufgebaut?
Der EMS kann als eine Art Adaption des deutschen TMS für die Schweiz betrachtet werden. Dabei gliedert sich der EMS in verschiedene Untertests. Es wird kein spezifisches Fachwissen abgefragt. Insgesamt erwarten Dich im knapp vierstündigen EMS 144 Aufgaben. Zu den Untertests zählen:
- Muster zuordnen
- Medizinisch-naturwissenschaftliches Grundverständnis
- Objekte im Raum
- Quantitative und formale Probleme
- Figuren lernen
- Fakten lernen
- Textverständnis
- Diagramme und Tabellen
- Konzentriertes und sorgfältiges Arbeiten
Wer erstellt den EMS?
Konstruiert wird der Test vom Zentrum für Testentwicklung und Diagnostik (ZTD) an der Universität Freiburg (Schweiz). Es besteht daher seit vielen Jahren eine enge Zusammenarbeit mit den Entwicklern des TMS, dem Institut für Test- und Begabungsforschung und seiner Nachfolgeeinrichtung ITB Consulting GmbH (Bonn).
Welche Änderungen gab es über die Jahre?
Im Lauf der letzten Jahre gab es immer wieder Anpassungen des EMS:
- 1998 wird der Test erstmals in der Schweiz angewendet.
- bis 2003 entspricht die Struktur dem deutschen TMS.
- seit 2004 wird ein Konzentrationstest verwendet, welcher vorher nicht bekannt ist.
- 2005 wird die Teststruktur geändert: „Planen und Organisieren“ wird aufgenommen.
- ab 2016 wird zur ursprünglichen Teststruktur zurückgekehrt, „Planen und Organisieren“ entfällt.
- 2020 wurde der Eignungstest aufgrund der Corona-Pandemie deutlich verkürzt abgehalten. Statt der üblichen 9 Untertests, wurden nur 6 abgefragt. Dieser EMS-Kurztest fand dann ohne Pause statt und dauerte 3 Std. 41 Min.
- 2021 wurde der Test, wie 2020, verkürzt abgehalten.
- 2022 ändert sich der Test erneut. Es werden wieder alle 9 Untertests abgehalten, allerdings etwas verkürzt. Statt wie bisher 20 Aufgaben pro Untertest, wird es nur noch 18 geben. Der Test wird ohne Mittagspause abgehalten und dauert 235 Min.
- 2025 ersetzt die neue Aufgabengruppe „Objekte im Raum“ die bisherigen Untertest „Schlauchfiguren“. Die Anzahl der Aufgaben, sowie die Bearbeitungszeit bleiben gleich.
Infos zum EMS Aufbau findest Du in einem eigenen Artikel. Zum TMS Aufbau gibt es einen separaten Artikel.

Du kannst Dich schon vor Beginn des Studiums vorbereiten und den EMS schreiben.
Vor Beginn des Studiums: Teilnahme am EMS
Anmeldung zum EMS Test
Die Anmeldung erfolgt über Swiss Universities, ein Dachverband der Hochschulen in der Schweiz. Das Anmeldeportal heißt MEDON. Der Anmeldezeitraum für das Medizinstudium bzw. den EMS 2026 ist Ende November 2025 bis zum 15. Februar 2026. Wird es, wie jedes Jahr, mehr Anmeldungen zum Medizinstudium als freie Studienplätze geben, wird der EMS (Numerus Clausus) eingesetzt. Diese Entscheidung wird im März gefällt. Deshalb meldest Du Dich im ersten Schritt ausschließlich für das Medizinstudium, und anschließend erst für den EMS an. Mit dem Eingang der Anmeldegebühren von 300 CHF ist die Anmeldung offiziell.
Der EMS findet als nächstes höchstwahrscheinlich im Juli 2026 statt.
Welche Voraussetzung benötigen Nicht-Schweizer, um in der Schweiz Medizin studieren zu können?
Am EMS dürfen nur Schweizer Staatsbürger*innen teilnehmen und diejenigen, die diesem Status gleichgestellt sind. Nähere Infos dazu findest Du unter den „angepassten Empfehlungen“ von Swiss Universities.
Wo kann man in der Schweiz Medizin studieren?
In der Schweiz gibt es 7 Hochschulen für das Medizinstudium:
- Universität Basel
- Universität Bern
- Universität Freiburg
- Universität Genève
- Universität Lausanne
- Universität Zürich
Die Unterrichtssprache entspricht der Kantonsprache, also entweder Deutsch oder Französisch.
Wie viele Leute bewerben sich jedes Jahr auf ein Medizinstudienplatz in der Schweiz?
Im Jahr 2021 haben sich 6478 Personen für Humanmedizin und Chiropraktik beworben, 452 für Zahnmedizin und 593 für Tiermedizin – laut den Anmeldezahlen von Swiss Universities. Insgesamt also 7523 Bewerber*innen. Endgültig absolviert haben den Test allerdings nur 4139 Personen. Im Jahr 2020 waren es 4058 Teilnehmer*innen. Wir sind gespannt, wie die Zahlen beim EMS 2026 aussehen.
Der Test findet immer gleichzeitig an den Teststandorten statt in drei Sprachen statt (Deutsch: Basel, Bern, Chur, Luzern, St. Gallen, Zürich; Französisch: Freiburg; Italienisch: Lugano).
Wie stehen Deine Chancen auf Zulassung für Humanmedizin über den EMS in der Schweiz?
Ca. 35 % der Bewerber*innen kann ein Studienplatz für Humanmedizin in der Schweiz zugeteilt werden. Das lässt sich aus den Anmeldezahlen ableiten. Die Nachfrage nach Studienplätzen in den letzten Jahren ist in etwa gleich geblieben.
Wenn Du genau wissen willst, wie viele Punkte Du für einen Studienplatz benötigst, dann schau Dir unseren Artikel zum Studienplatz Schweiz an.

Wie mag wohl der Studentenalltag in der Schweiz aussehen?
Nach dem EMS: das Studium
Wie läuft das Medizinstudium in der Schweiz ab?
Das Medizinstudium in der Schweiz dauert insgesamt 6 Jahre. Die ersten zwei Studienjahre sind im Fach Humanmedizin und Zahnmedizin identisch.
Im Gegensatz zu Deutschland ist das Studium an den meisten Unis seit 2009 in Bachelor- und Masterstudiengang unterteilt:
- Bachelor Studium (Jahr 1 bis Jahr 3)
- Master Studium (Jahr 4 bis Jahr 6)
Das Coole am Studium in der Schweiz ist die Nähe zur Praxis, der direkte Patientenkontakt und, dass oft in Kleingruppen gearbeitet wird. Es wird viel Wert darauf gelegt, die ärztlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie den Umgang mit Patient*innen zu erlernen.
Hier eine kurze Zusammenfassung der sechs Studienjahre an der Universität Zürich.
- Studienjahr: Natur- und Humanwissenschaftliche Grundlagen
- Studienjahr: Der gesunde Mensch – medizinisches Basiswissen und ärztliche Grundfertigkeiten
- Studienjahr: Der kranke Mensch – Grundlagen der klinischen Medizin, Einführung
- Studienjahr: Der kranke Mensch – Grundlagen der klinischen Medizin, Vertiefung
- Studienjahr: Klinische / Berufs-Praxis; 10 Monate
- Studienjahr: Hinführung zum ärztlichen Handeln
Was kostet das Medizinstudium in der Schweiz?
Die Studiengebühren betragen pro Jahr in Abhängigkeit von der Medizinischen Universität zwischen 1.000 und 8.000 CHF. Dazu kommen natürlich noch die monatlichen Lebenshaltungskosten, die sich grob zwischen 1.500 und 2.200 CHF bewegen.
Lebenshaltungskosten:
- Miete und Nebenkosten: 700 CHF
- Verpflegung (Mensa), Lebensmittel und Haushaltsnebenkosten: 540 CHF
- Taschengeld: 350 CHF
- Fahrtkosten: 220 CHF
- Krankenkasse und Steuern: 380 CHF
Ein Studium in der Schweiz ist also nicht gerade for-free. Ein guter Finanzplan sollte für Nicht-Schweizer zur Vorbereitung auf das Studium gehören!
Vorbereitung auf den EMS
Der EMS lässt sich nachweislich sehr gut trainieren – mit einer gezielten und strukturierten Vorbereitung kannst du deine Ergebnisse deutlich steigern. Seit 2007 unterstützen wir Studieninteressierte auf ihrem Weg zum Studienplatz in der Schweiz und bieten dazu eine eigene E-Learning Plattform! Dort erwarten Dich:
- über 4000 originalgetreue Übungen zu allen Untertests
- Lösungstrategien & Erklärvideos
- Individuelle Lernstatistiken
Starte jetzt Deine EMS Vorbereitung!
FAQs
Sichere Dir 10€ Rabatt mit unserem Newsletter!
Erhalte wertvolle Tipps & Insights zur Testvorbereitung und bleib auf dem Laufenden. Einfach anmelden & direkt sparen!
Zurück zu allen Artikeln
4 Kommentare
Marvin Rhyner 19. März 2025 um 22:05
Gibt es bereits Informationen, wann der neue Untertest „Objekte im Raum“ in das E-learning von MedGurus aufgenommen wird ?
Support Fiona Pölt 27. Oktober 2025 um 16:49
Hi Marvin,
vielen Dank für deine Nachricht. Wir bieten bereits seit Anfang des Jahres Übungsaufgaben für den neuen Untertest “Objekte im Raum“ in unserem E-Learning an. Schau gerne mal vorbei unter: https://e-learning.medgurus.de
Beste Grüße
Fiona
Ronald Schickedanz 29. August 2023 um 17:30
Liebe MedGurus!
Euer Artikel ist schon sehr interessant. Ich habe allerdings eine Frage. Meine Tochter teilt mir mit, dass sie beim 2. Versuch den Eingangstest für Medizin bestanden habe und ihr von der Uni Basel ein Studienplatz für Medizin, Fachrichtung Zahnmedizin zugeteilt worden sei. Die Bewerbung erfolgte meines Wissens für Medizin. Kann die Uni von sich aus, obwohl möglicherweise Interesse und/oder Eignung für Zahnmedizin nicht vorhanden sind, einen entsprechenden Studienplatz zuweisen? Ist für das Studium der Zahnmedizin generell derselbe Eignungstest erforderlich wie für Humanmedizin?
Gerade in Hinblick auf den später auszuübenden Beruf wäre ich für eine Antwort sehr dankbar.
Mit freundlichen Grüßen
Ronald Schickedanz
Support Fiona Pölt 13. September 2023 um 11:17
Sehr geehrter Herr Schickedanz,
vielen Dank für Ihren Kommentar. Da MedGurus leider in keinerlei Verbindung mit dem Auswahlverfahren steht, würden wir Sie bitten, sich diesbezüglich direkt bei der Universität zu erkundigen.
Falls Sie weitere Fragen haben, melden Sie sich sehr gerne.
Beste Grüße
ihre MedGurus