Mein Name ist Vincent, ich bin 20 Jahre alt und komme aus Deutschland. Ich habe im Sommer 2025 den MedAT in Wien geschrieben und bestanden. Hört sich leicht an, wenn man das so liest, das war es aber ganz sicher nicht, deshalb möchte ich Dir von meinem Weg zum Traum-Medizinstudium erzählen.
Gescheiterter Versuch
Nach meinem Abitur im Jahr 2023 mit mittelmäßigem Notendurchschnitt setzte ich mir nach ein paar Monaten Überlegungszeit und einem absolvierten Pflegepraktikum in den Kopf, Medizin zu studieren.
Ich meldete mich also im März 2024 für den MedAT in Wien an. Um den Dreh fing ich auch mit dem Lernen an, und wie soll ich sagen: Ich ließ mich förmlich von der Stoffmenge erdrücken und dachte, ich könne das alles nie in meinen Kopf bekommen – zumal ich im April auch noch den TMS schreiben wollte.
Während meiner Vorbereitungszeit dachte ich immer, ich hätte sehr viel gelernt, aber ich hatte nicht richtig gelernt. Das wurde mir im Januar 2025 bewusst, als ich nach meinem ersten gescheiterten Versuch 2024 erneut anfing, für den MedAT zu lernen. Trotz des ersten Rückschlags war ich sehr motiviert, diesen Test im Jahr 2025 zu meistern.
Zweiter Anlauf
Im Januar 2025 fing ich also wieder langsam mit dem Lernen an, ließ mir dabei viel Zeit und versuchte, die komplexen Themen – vor allem in Biologie – zu verstehen und zu festigen. Ich hatte mir das MedGurus Komplettpaket gekauft, wodurch ich mit den darin enthaltenen Büchern sehr strukturiert auf die einzelnen Untertests lernen konnte. Eigentlich dachte ich durch meine Vorbereitung im Jahr davor, dass ich noch das meiste vom Stoff wüsste. Leider musste ich feststellen, dass ich vieles gar nicht gelernt hatte.
Jeder meinte immer, man solle sich einen Lernplan erstellen. Davor hielt ich – warum auch immer – nichts, aber ich wollte etwas zur vorherigen Vorbereitung ändern und schrieb mir daraufhin doch einen. Das war rückblickend gesehen eine der besten Entscheidungen, die ich getroffen habe, denn so fiel mir auf, dass die Stoffmenge doch zu schaffen ist.
Mein wichtigstes Learning
Um Dir bei Deiner Vorbereitung zu helfen, habe ich Dir meinen Lernplan zur Verfügung gestellt:
Von Mitte Februar bis Ende Mai 2025 lernte ich alle Themen so gut ich konnte und kämpfte mich auch durch die Inhalte, die mir besonders schwergefallen sind. Tatsächlich wirkt der MedAT am Anfang echt überfordernd, aber beim zweiten Anschauen merkt man, dass es doch gar nicht so schlimm ist. KFF (Kognitive Fähigkeiten und Fertigkeiten) und ich waren zum Beispiel anfangs keine besten Freunde, aber ich absolvierte sehr viele Übungen und wurde langsam, aber sicher in den verschiedenen Untertests besser. Es macht sogar Spaß, aus dem reinen Stofflernen herauszukommen und irgendwann richtige Übungen zu machen.
Zusätzlich fing ich früh an, mein Wissen mit Fragen aus der MedGurus E-Learning-Plattform zu festigen. Außerdem versuchte ich, etwa alle 1-2 Wochen eine Testsimulation im E-Learning zu machen. Im Juni kreuzte ich eigentlich fast nur noch Fragen an und lernte die Themen, bei denen ich noch ein Defizit hatte. Insgesamt habe ich viele Simulationen gemacht, um mich frühzeitig an das Testgefühl zu gewöhnen.
Und dann war es schon so weit: Meine MedAT Vorbereitung war zu Ende und der Test stand an. Dazu mehr.
Testtag
Zwei Tage vor dem Test fuhr ich mit dem Zug nach Wien. Dank der Deutschen Bahn brauchte ich statt 5 Stunden circa 10 Stunden. Ich hatte noch einen Kumpel dabei, und wir machten am Tag vor dem Test noch typische Touri-Sachen.
Mein Tipp vorm Testtag
Zum Glück konnte ich einigermaßen gut schlafen und machte mich am Morgen auf den Weg zur Testhalle. Dort wird man zum ersten Mal mit den anderen Mitbewerbern konfrontiert. Lass Dich nicht von der riesigen Menschenmasse einschüchtern! Die meisten sind nicht so gut vorbereitet wie Du.
Dann begann für mich die unangenehmste Zeit, nämlich die, zwischen dem Ankommen am Platz und dem Beginn des Tests. Du hast kein Handy und starrst nur Löcher in die Luft. Es ist wichtig, in dieser Zeit trotzdem ruhig zu bleiben, denn Du kannst Dich auf Deine Vorbereitung verlassen.
- Der BMS-Teil (Basiskenntnistest für Medizinische Studien) war in dem Jahr nicht so schwer, wie im Vorjahr. Es gibt jedoch immer Fragen, die Du nicht beantworten kannst, davon darf man sich nicht beirren lassen, weil die anderen die Fragen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch nicht beantworten können. Leichtsinns-Fehler passieren auch, das Wichtigste ist immer, gut lesbare Kreuze im Antwortbogen zu setzen. Nach dem BMS-Teil war ich relativ zufrieden. Ich konzentrierte mich nur auf mich und mir war es egal, was die anderen machen.
- Bei Textverständnis war ich immer ganz gut, doch an dem Tag kam ich echt unter Zeitdruck, ich lies mich dann zu sehr stressen und bearbeitete die zwei letzten Texte nur halbherzig. Der erste Dämpfer, aber man muss weiter machen. Denke daran, dass die anderen ja genau die gleichen Probleme wie Du haben. Kein Test läuft bei irgendwem perfekt.
- Figuren zusammensetzen lag mir nie, weswegen ich schon eingeplant hatte, bei diesem Untertest nicht so gut abzuschneiden. Es kamen aber teilweise sehr gut zu erkennende Vielecke dran und keins von den vermuteten Rechtecken oder Quadraten. Daher lief der Untertest unerwartet gut.
- Gedächtnis und Merkfähigkeit war eigentlich von der Schwierigkeit genau wie in den Übungen, ich fühlte mich also recht wohl. Tipp: Übe diesen Untertest wirklich gut, da er Dir viele Punkte bringen kann. Es scheint am Anfang schwer, aber auch hier gilt: Wenn Du ihn oft genug machst, wird es immer besser.
- Wortflüssigkeit war zwar immer der Untertest, der mir am meisten Spaß machte, aber richtig konstant gut war ich leider nicht. Nach zehn Minuten hatte ich erst 6-7 Wörter gefunden und war schon am Verzweifeln. Doch in den letzten paar Minuten fand ich noch recht viele Wörter und konnte so auch diese Hürde gut überstehen. Tipp: Gib während des Tests nicht auf, Du kannst immer noch etwas finden, sofern Du dranbleibst.
- Zahlenfolge und Implikationen erkennen hatte ich sehr viel geübt und konnte diese Untertests daher schnell erledigen. Es wird im Test nicht schwieriger sein, als in den Übungen. Einfach konzentriert durcharbeiten, dann wird es funktionieren. Du kannst Dich hier auf Dein Lernen und Üben stark verlassen.
- Bei SEK (Sozial-emotionale Kompetenzen) gibt es meistens keine Überraschungen: die Übungen zur Vorbereitung sind sehr, sehr testnah und insgesamt ist dieser Teil mit ein wenig Übung sehr gut zu schaffen.
Nach insgesamt über sieben Stunden mit Gefühlschaos war der Test schließlich vorbei und ich konnte mit meinem Kumpel noch Wien und seine Clubs erkunden. Es ist geschafft! Jetzt kannst Du feiern und mal den ganzen MedAT Kram vergessen. Die nächsten Wochen wirst Du noch genug ans Ergebnis denken.
Testergebnis
In der Nacht, als die Testergebnisse hochgeladen wurden, konnte ich nicht schlafen, ich war zu nervös. Eigentlich wollte ich in der Früh normal aufstehen und dann nachschauen, ob es geklappt hat oder nicht. Mein Gefühl hat mir gesagt, dass es knapp wird. Als ich um fünf Uhr morgens vor Nervosität nicht mehr schlafen konnte, entschloss ich mich, nachzuschauen. Als ich dann die Datei mit „Studienplatzangebot“ sah, war ich unglaublich glücklich. Es hatte sich gelohnt. Jede einzelne Stunde, die ich in meinen Traum vom Medizinstudium investiert habe, hat sich rentiert. Es gibt kein schöneres Gefühl, als alles zu geben und am Ende dafür belohnt zu werden!
TMS & MedAT
Da ich sowohl TMS und MedAT geschrieben habe, kann ich Dir sagen: Es ist möglich, beides unter einen Hut zu bekommen. Natürlich unterscheiden sich die Untertests zwischen TMS & MedAT, aber es ergeben sich auch einige Vorteile: Bei MedNat und Textverständnis hast Du durch die MedAT Untertests Biologie und Chemie einen riesigen Vorteil: Die TMS Texte sind meist 1:1 das MedAT BMS-Wissen. Ich konnte durch mein BMS-Wissen bei diesen Untertests jeweils über 90% erreichen.
Die Testsituation ist ebenfalls sehr ähnlich. Insgesamt sind TMS & MedAT mit viel Arbeit verbunden, aber beide gut zu meistern, auch im selben Jahr.
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