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Die Zahnmedizin-Quote in Österreich ist gefallen

Warum wurde die Quotenregelung aufgehoben? Und warum nicht für Humanmedizin? Die wichtigsten Infos für den neuen Weg ins Zahnmedizin-Studium.

Österreich braucht Zahnärzte. Aus diesem Grund wurde die Zahnmedizin-Quote damals eingeführt. Aber hat Österreich einen Zahnarztmangel? Über diese Frage lässt sich natürlich Streiten. Vor allem, wenn man in einer österreichischen Kleinstadt wohnt. Die EU-Kommission sieht das aber anders und hat kurzerhand im Mai 2017 nach jahrelangem hin und her die Österreichische Regierung aufgefordert, die Regelung für die Zahnmedizin-Quote aufzuheben.

Die Zahnmedizin-Quote regelt die Aufnahme in das österreichische Zahnmedizin Studium.

Die alte Regelung der Zahnmedizin-Quote

Bis 2017 gingen:

  • 75 % der Studienplätze an österreichische Bewerber*innen
  • 20 % der Plätze an EU-Bürger*innen
  • 5 % an non-EU-Bürger*innen

2018 gab es dann eine leichte Änderung der Quotenregelung – hier gingen die non-EU-Bewerber*innen aber leer aus.

Ab 2019 muss die Quote für Zahnmedizin gänzlich abgeschafft werden. Für das Humanmedizin-Studium hingegen sei „das (…) geltende Quotensystem berechtigt und angemessen (…), um das öffentliche Gesundheitssystem in Österreich zu schützen, und (darf) daher beibehalten werden“.

Die Angst vor den Deutschen

Der Österreichische Staat fürchtet die sogenannte „Deutschen-Welle“ bereits seit Jahren, weshalb das bestehende Quotensystem überhaupt eingeführt wurde. 

In Österreich zählt nämlich nicht das 1er Abitur, sondern das Ergebnis beim Medizin Aufnahmetest (MedAT). Da jedoch die NC-Flüchtlinge aus Deutschland erfahrungsgemäß mit mehr Fleiß an die Testvorbereitung gehen, könnten sie aber den Großteil der Studienplätze gewinnen. Jedoch wandern über 80 % der deutschen Studenten und Studentinnen nach Studienabschluss wieder in die Heimat ab – und Österreich bleibt auf den Kosten sitzen. 

Die Ausbildung eines Mediziners kostet den Staat ca. 360.000€ für 6 Jahre Regelstudienzeit. Man sieht es als Investition, denn Österreich hat bereits einen Ärztemangel – Tendenz stark steigend. Umso verständlicher ist es also, die ausgebildeten Mediziner*innen im Land behalten zu wollen. Oftmals scheitert es aber an schlechten Ausbildungsverhältnissen und der Bezahlung, weshalb die Absolventen  auswandern.

Bislang konnte man mit dieser Problematik und den Zahlen vor dem Europäischen Gerichtshof argumentieren. Einen Zahnarztmangel wird es aber laut Prognosen in den nächsten 5 Jahren nicht geben. Mit einer Zahnmedizin-Quoten Regelung würde der österreichische Staat somit gegen EU-Recht verstoßen. Demnach steht es allen Bürgern mit einer europäischen Hochschulzugangsberechtigung zu, in allen Ländern der EU-Mitgliedsstaaten studieren zu dürfen.

In 5 Jahren hat der Alpenstaat nochmal die Möglichkeit vor der EU-Kommission mit einem Zahnarztmangel zu argumentieren.
Bis dahin stehen in konkreten Zahlen in Wien 80 Studienplätze, in Innsbruck 40 Studienplätze und in Graz 24 Studienplätze für alle Bewerber frei. 

Ob nun aber die österreichischen Maturanten mit diesem Wissen trotzdem weiterhin im Schnitt schlechter abschneiden werden, als ihre deutschen Mitstreiter, bleibt abzuwarten.

Drähte biegen soll geübt sein für den MedAT-Z.

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