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Meine Testvorbereitung auf den MedAT – Ein Erfahrungsbericht von Alina

Das Lernen auf den MedAT gestaltet jeder ein bisschen anders. Damit Du schon mal einen kleinen Einblick in die Vorbereitung bekommst, hat Alina Dir hier ihre Erfahrungen gesammelt.

Mein Name ist Alina. Ich bin 20 Jahre alt und komme aus Österreich. Und, na klar, mein Traum ist es Medizin zu studieren! Ich möchte gerne meinen MedAT Erfahrungsbericht zur Testvorbereitung mit Dir teilen. Am 5. Juli habe ich mich mit insgesamt fast 13.000 Menschen dem Medizinertest 2019 gestellt. Aber erstmal eins nach dem anderen… Ich möchte Dir hier von mir, meiner MedAT Vorbereitung und wie es mir am Testtag ergangen ist, erzählen.

Zwei Freundinnen sitzen am Schreibtisch und lernen zusammen. | MedAT Erfahrungsbericht Testvorbereitung

Jeder vorbereitet sich anders auf den Medizinertest, es gibt nicht einen einzigen richtigen Weg. Ich erzähle Dir von meinen Weg in diesem Erfahrungsbericht zur MedAT Testvorbereitung.

Anmeldung zum MedAT

Als Österreicherin fiel ich durch die Quotenregelung in die AT-Quote. Den MedAT schrieb ich bereits 2018 direkt nach meiner Reifeprüfung. Jener Antritt war jedoch nur dazu da, um das Prozedere kennenzulernen, da mir während meiner Matura die Zeit für eine ausreichende Vorbereitung fehlte. Um mir die Zeit zu vertreiben, begann ich Pharmazie an der Uni Wien zu studieren, um dann Ende Januar mit meiner Vorbereitung auf den MedAT anzufangen.

Für mich stand schon seit sehr langer Zeit fest, dass ich in Wien leben und studieren will. Deshalb habe ich auch nicht lange überlegen müssen, wo ich den MedAT schreiben möchte.

Meine Testvorbereitung – ein MedAT Erfahrungsbericht

Im Januar begann ich meine Vorbereitung mit Biologie und übte nebenher die kognitiven Untertests, bei denen ich sehr große Probleme hatte. Das waren vor allem die Untertests Gedächtnis- und Merkfähigkeit, sowie Implikationen Erkennen.

Ich habe bis April immer auf der Uni-Bibliothek gelernt, da ich die Atmosphäre dort sehr motivierend fand. Irgendwann wurden mir die MedAT Lerner dort jedoch zu viele, was mich zunehmend nervös machte. Ab da habe ich dann Zuhause gelernt, was überraschenderweise auch sehr produktiv war!

Im Juni nahm ich dann an einem 5-tägigen Kurs der MedGurus teil! Bei wem sonst :-D. Im Kurs wurden die BMS Themen noch einmal genau besprochen und alle Untertests einzeln durchgenommen. Wir Kursteilnehmer*innen bekamen sehr viel Input, Tipps und Tricks und es wurden Lösungsstrategien erklärt. Erst dann fiel bei mir der Groschen und ich verstand, wie man den Untertest „Implikationen erkennen“ löst!  Ich dachte zu dem Zeitpunkt wirklich, ein hoffnungsloser Fall zu sein! :D Mit den Tipps ging das Üben leichter und ich konnte oft alle Punkte erzielen! Außerdem war es auch sehr spannend von den Tutoren Details aus deren Medizinstudium zu hören, was wie ein kleiner Erfahrungsbericht von ihnen war, und die Zeit mit den anderen Teilnehmern war ebenfalls sehr lustig!

Zwei Wochen vor dem MedAT war bei mir das Pensum dann ziemlich ausgeschöpft. Ab da habe ich nicht mehr 8 Stunden gelernt, sondern nur noch 3-4 h und die Zeit zum Üben genutzt. Insgesamt habe ich auch 2 Simulationen gemacht.

Zwei Mädchen machen sich Notizen zu den Lernunterlagen.

Denke dran, immer wieder Pausen vom Lernen zu nehmen! Dein Kopf braucht auch regelmäßige Erholungsphasen.

Umgang mit Nervosität und Co

Als ich von den hohen Anmeldezahlen hörte, war ich kurz ein bisschen irritiert und nachdenklich, ob ich mich nicht besser an einem anderen Standort angemeldet hätte, wo ich bessere MedAT Chancen hätte. Aber meine Nervosität konnte ich mit Sport ziemlich gut kompensieren. Aus dem Lernumfeld rauszukommen tat mir gut, außer das eine Mal, als jemand sogar im Fitnessstudio für den MedAT lernte. Das war stressig! ;D

Generell ist es sehr wichtig, dass man versucht Ruhe zu bewahren. Das ist vor allem in den letzten Wochen und Tagen sehr schwer. Eine Sache, die meiner Meinung nach auch völlig unterschätzt wird, sind die Pausen! Wenn man Tage lang gelernt hat und nach 5 Tagen einfach nichts mehr geht, dann sollte man sich auch einen Tag Pause gönnen. Mit Freunden was machen, vielleicht am Abend ein Gläschen trinken gehen und einfach mal entspannen. Am nächsten Tag sind Deine Kräfte wieder aufgeladen und Du kannst Dich wieder auf den Stoff konzentrieren.
Und ganz wichtig: zum Essen das Lernzeug einfach mal wegpacken!

Wenn Du mehr lesen willst zu Tipps gegen Prüfungsangst oder den Regeln für das richtige Lernumfeld, dann schau Dir unsere Artikel dazu an.

Die Nervosität und die Angst sind natürlich am Testtag am Größten. Wenn man zwischen den ganzen Leuten sitzt und darauf wartet, dass die Hefte ausgeteilt werden, sollte man versuchen sich noch ein letztes Mal kurz zu entspannen. Meine Nervosität ist zu dem Zeitpunkt, als ich mich hingesetzt habe, zum Glück verflogen und ich konnte mich zu 100 % auf mich und meine Fähigkeiten konzentrieren.

Wenn Du eins aus diesem MedAT Erfahrungsbericht mitnehmen kannst, dann, dass man sich am Testtag sehr leicht von anderen Teilnehmern und deren Geschichten verunsichern lassen kann! Jeder will zeigen wie toll man ist und wie viel man gelernt hat. Und sehr vieles wird hier aber beschönigt! Lass Dich also nicht von Deinem Sitznachbarn usw. verunsichern, sondern vertraue auf das, was Du kannst!
Du hast zu dem Zeitpunkt viel gelernt und weißt ganz genau was Du kannst und was nicht. Du musst dort Dein Können auf dem Papier beweisen und nicht der Person, die neben Dir sitzt.

MedAT Erfahrungsbericht: Und wie war jetzt der Test?

Ich muss ehrlich sagen, dass ich den Test nicht so schwer eingeschätzt habe, wie er dann schlussendlich war. Das Niveau war gefühlt sehr viel schwerer als in den letzten Jahren, sei es BMS oder der kognitive Teil.

  • BMS – Basiskenntnistest Medizinische Studien

Biologie war bis auf wenige Fragen machbar und nicht so schwer. Bei Chemie und Physik habe ich leider einen totalen Filmriss. Heißt, ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wie es mir ergangen ist. Ich weiß nur noch, dass ich bei Chemie kurz verwirrt war, weil eine Physik-Frage gefragt wurde. Mathe war ein bisschen schwerer als im vorherigen Jahr aber machbar.

  • Kognitive Fähigkeiten und Fertigkeiten und Sozial-emotionale Kompetenzen

Viele haben sich im kognitiven Teil bei Figuren zusammensetzen schwer und bei der Merkfähigkeit leicht getan, bei mir war es aber genau umgekehrt. Ich hatte bei den Figuren am Anfang extreme Probleme, bis mir 2 Minuten vor Ende aufgefallen ist, dass eigentlich fast alle sehr einfach zu lösen waren. Es waren in jenem Jahr sehr viele Vielecke dabei. Bei Gedächtnis- und Merkfähigkeit (GuM) habe ich leider den Fehler gemacht, mich sehr auf die Allergien zu konzentrieren, weil diese sehr komplex waren. Abgefragt wurden diese letztendlich kaum. Das hat mich ein bisschen zurückgeworfen. Zahlenfolgen und die sozial-emotionalen Kompetenzen kann ich leider gar nicht einschätzen. Bei Wortflüssigkeit und Implikationen habe ich ein gutes Gefühl.

  • Zeitdruck

Während des ersten Untertests hatte ich vergessen, dass die Uhren in der Testhalle nur die aktuelle Zeit anzeigen und nicht als Stoppuhr dienen. Man muss sich also genau merken, wann der Untertest angefangen hat und wie lange man Zeit hat. Ich habe mir dazu dann (außer bei GuM) eine kleine Notiz auf dem Zettel gemacht. NICHT AUF DEM ANTWORTBOGEN! Der ist Dein heiliger Gral und darf nicht angerührt werden!

Mein Fazit zum MedAT Erfahrungsbericht zur Testvorbereitung

Sind alle guten Dinge wirklich drei? Also ich hoffe nicht! :D

Ich kann und will keine Prognose abgeben. Ob ich es geschafft habe oder nicht, hat sich wahrscheinlich schon entschieden und ändern kann ich es sowieso nicht mehr.
Natürlich habe ich mich auch um eine Alternative gekümmert und werde, sollte es wieder nicht geklappt haben, auf meinen Plan Z zurückgreifen.

Freundinnen machen eine Testsimulation von MedGurus. | MedAT Erfahrungsbericht Testvorbereitung

Mein Erfahrungsbericht zur MedAT Testvorbereitung hilft Dir, Deine eigene Vorbereitung besser einzuschätzen.

Was ich Dir gerne mitgeben würde

  • Eine gute Vorbereitung ist das A und O
  • Man kann auch zu viel lernen! Ich habe von vielen Leuten gehört, dass sie jetzt schon wieder angefangen haben zu lernen. Das bringt recht wenig. Irgendwann ist Dein Lernpensum ausgeschöpft und das Lernen wird unmöglich.
  • Planen, planen, planen! Teile Dir Deine Zeit genau ein, notiere Dir Deine Erfolge und erstelle einen Lernplan, nach dem Du vorgehst!
  • Hab auch Spaß am Lernen, denn mit Spaß fällt einem vieles leichter.
  • Ruhe bewahren, you can do this!I

Ich hoffe, dass Dir mein MedAT Erfahrungsbericht ein Stück weit geholfen hat und wünsche allen, die am MedAT teilnehmen werden eine gute Vorbereitungszeit und ganz viel Glück! Wer weiß, vielleicht sehe ich ja den ein oder anderen einmal auf der Uni :D

Deine Alina

Ablauf Testtag

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